Schultereckgelenkssprengung

Schultereckgelenkssprengung

Das Schultereckgelenk, auch AC-Gelenk genannt, bildet die Verbindung zwischen Schlüsselbein (Cavicula) und Schulterdach (Acromion).
Bei einer Verletzung des AC-Gelenks kann neben dem Bewegungsschmerz auch ein Druckschmerz über dem Schultereckgelenk auftreten. Je nach Verletzungstyp steht das Schlüsselbein aufgrund der fehlenden Bandführung sichtbar höher und lässt sich manuell nach unten drücken. Dies wird auch als „Klaviertastenphänomen“ bezeichnet. Außerdem kann sich eine so genannte frühzeitige funktionelle Gelenkveränderung im Bereich des Knorpels (Präarthrose) des AC-Gelenks entwickeln.

Eine Schädigung kann durch einen Sturz auf den gestreckten Arm oder durch einen direkten Anprall der Schulter verursacht werden. Das führt zum Überdehnen oder Zerreißen eines oder mehrerer Bänder des Schultereckgelenks (ACG) und zu einer Instabilität.

Bei der Verletzung des ACG unterscheidet man zwei Klassifikationen. Während die Klassifikation nach Tossy den Schweregrad der Bandverletzung bzw. Anzahl der gerissenen Bänder des AC-Gelenkes in 3 Typen einteilt (Abb. 4), ermöglicht die Klassifikation nach Rockwood neben der Einteilung der Bandverletzungen die Dislokationsrichtung und auch die Verletzungen der entsprechenden Muskelansätze.

Wenn möglich behandeln wir eine Schultereckgelenksprengung konservativ. Das bedeutet, dass die Patientin/der Patient neben schmerzlindernder Medikation zusätzlich Physiotherapie mit Fokus auf eine funktionelle Übungsbehandlung erhält. Ggf. kann man die Schulter auch für einige Tage im Desault-Gilchristverband ruhigstellen.

Schwerere Schädigungen und Verletzungen versorgen wir werden in der Regel operativ. Hierzu erfolgt der Zugang über einen Hautschnitt im Bereich des ACG. Dieses wird dann eingestellt und mit einer speziellen Platte fixiert. Zusätzlich rekonstruieren wir die verletzten Bänder. Etwa 4 bis 6 Monate nach der Operation entfernen wir das das Metall bei einem weiteren Eingriff.

1. Vorstellung in unserer Sprechstunde:

  • Patientengespräch
  • Körperliche Untersuchung
  • Röntgenaufnahme Schultergelenk
  • Röntgen in 2 Ebenen, Panoramaaufnahmen beider Schultern mit Gewicht
  • ggf. MRT des Schultergelenkes
  • Diagnosestellung
  • Vereinbarung eines OP-Termins

2. Präoperative Vorbereitung:

  • Aufklärungsgespräch
  • Anästhesieaufklärung
  • Blutabnahme

3. Nachbehandlung (behandlungsabhängig):

  • Die Entlassung erfolgt bei ambulanten Eingriffen nach der Operation, bei stationären Eingriffen in der Regel nach 2 Nächten
  • Entfernung der Drainage am 1. Tag nach der Operation
  • Anschließend Physiotherapie und regelmäßige Kontrollen

Nach der Operation sollten regelmäßige Wundkontrollen durchgeführt werden. Unter adäquater Schmerzmedikation wird eine frühfunktionelle Übungsbehandlung (Physiotherapie) mit zunächst passiver, dann aktiver Mobilisation des Schultergelenkes mit einer Bewegungslimitierung bis 90° für ca. 6 Wochen durchgeführt.

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