Schultersteife – „Frozen Shoulder“

Schultersteife – „Frozen Shoulder“

Die Gelenkkapsel hilft, das Gelenk zu bewegen und zu stabilisieren. Außerdem ist sie für die passive Beweglichkeit des Schultergelenks verantwortlich. Wird das Schultergelenk ruhiggestellt, etwa nach einer Verletzung, kann es zu einer Verkürzung der Gelenkkapsel und damit zu einer Einschränkung der Beweglichkeit mit Schultersteife kommen.

Anfangs kommt es zu zunehmenden Schulterschmerzen, die über mehrere Monate andauern können. Oft können sich Patientinnen und Patienten nicht mehr an den Beginn der Erkrankung erinnern. Bei manchen Betroffenen setzen die Beschwerden nach einer stärkeren Belastung oder nach einem Sturz ein und werden nach einigen Wochen von einer spürbaren Bewegungseinschränkung im Schultergelenk begleitet. Die Schmerzen treten überwiegend in Ruhe auf und stören das Befinden erheblich. Wenn sie langsam wieder zurückgehen, nimmt die Steifigkeit zu. In dieser so genannten „Einfrierphase“ können schon kleinste Bewegungen zu starken Schmerzen führen. Nach Wochen bis Monaten bildet sich dieser Zustand zurück. Meist verbleibt jedoch eine Bewegungseinschränkung im Schultergelenk, die nur durch das Mitbewegen des Schulterblattes ausgeglichen werden kann. Eine fast vollständige Versteifung des Gelenks bezeichnet man auch als verklebende Kapselentzündung oder „Frozen shoulder“.

Neben Überlastung und Verletzungen können auch innere Erkrankungen oder hormonelle Störungen zu einer Schultersteife führen.

In erster Linie sind zur Diagnose der Schultersteife das ärztliche Gespräch und die klinische Untersuchung wichtig. Durch Röntgenaufnahmen können wir ursächliche Erkrankungen, z. B. Arthrose oder Verkalkung, ausschließen. Mittels Ultraschall erkennen wir z.B. Risse der Rotatorenmanschette. Eine Kernspintomographie (MRT) ist nur bei Verdacht auf eine Schädigung der Rotatorenmanschette notwendig.

Schmerzmittel oder schmerzlindernde Entzündungshemmer helfen gegen die Beschwerden und verbessern die Chancen einer physiotherapeutischen Behandlung. Dabei liegt der Fokus auf selbstständigen Bewegungs-, Dehnungs- und Muskelaufbauübungen im schmerzarmen Bereich. Bei starken Schmerzen können auch Spritzen mit Betäubungsmitteln in den Schultergelenkspalt hilfreich sein. Die Versteifung lässt sich durch Krankengymnastik und Manuelle Therapie meist entscheidend bessern – das kann allerdings einige Monate dauern.

Tritt keine Besserung ein oder bleibt ein deutliches Bewegungsdefizit zurück, können die entzündlichen Anteile der Gelenkkapsel bei einer arthroskopischen Operation mit speziellen Instrumenten entfernt werden. Dabei lösen wir Verwachsungen lösen und weiten die geschrumpfte Gelenkkapsel bis zu dem Punkt auf, an dem das Schultergelenk ohne Gewaltanwendung frei bewegbar ist. Mit der Operation erreichen wir bei den meisten Patientinnen und Patienten eine spürbare bessere Beweglichkeit.

1. Vorstellung in unserer Sprechstunde:

  • Patientengespräch
  • Körperliche Untersuchung
  • Kernspintomographie
  • Diagnoseerstellung

2. Präoperative Vorbereitung:

  • Vereinbarung eines OP-Termins
  • Ab- bzw. Umsetzen von blutverdünnenden Medikamenten (Aspirin®, Plavix®, Marcumar®)
  • Blutabnahme
  • Aufklärungsgespräch
  • Narkosegespräch

3. Nachbehandlung (behandlungsabhängig):

  • Die Entlassung erfolgt bei ambulanten Eingriffen nach der Operation, bei stationären Eingriffen in der Regel nach 2 Nächten
  • Entfernung der Drainage am 1. Tag nach der Operation
  • Anschließend Physiotherapie und regelmäßige Kontrollen

Bei der Akupunktur werden bestimmte Akupunkturpunkte mit Nadeln stimuliert, um energetische Blockaden zu lösen. Der Energiefluss des Körpers wird zum Fließen und das Ungleichgewicht von Organsystemen wieder ausgeglichen.

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