Unser Bewegungsapparat besteht nicht nur aus Knochen und Gelenken, sondern zu einem großen Teil aus Muskeln und Faszien. Faszien sind feine Bindegewebshüllen, die jeden Muskel, jede Muskelfaser und ganze Muskelgruppen umspannen und im Körper ein zusammenhängendes Netzwerk bilden. Funktionieren Muskel und Faszie nicht reibungslos zusammen, entstehen Verspannungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen.
Die myofasziale Therapie, häufig auch myofasziale Medizin genannt, setzt genau hier an. Sie betrachtet Muskulatur und Faszien als funktionelle Einheit und behandelt Beschwerden, die ihren Ursprung in diesem System haben. Das ist besonders bei chronischen Schmerzen wichtig, deren Ursache in der reinen Bildgebung oft nicht zu sehen ist.
In unserer Praxis am Mediapark ist die myofasziale Therapie ein fester Baustein der konservativen und komplementären Orthopädie. Sie wird ärztlich begleitet eingesetzt, das heißt: Vor der Behandlung steht immer die orthopädische Abklärung der Beschwerden.
Faszien sind in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Forschung gerückt. Sie sind reich an Nervenenden und damit nicht nur eine passive Hülle, sondern ein sensibles Sinnes- und Spannungsorgan. Sind Faszien verklebt, verdickt oder unbeweglich, können sie selbst Schmerzen verursachen und die Funktion der darunterliegenden Muskulatur beeinträchtigen. Die myofasziale Therapie trägt diesem Zusammenhang Rechnung, indem sie Muskel und Faszie gemeinsam behandelt.





