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Myofasziale Therapie

Über Myofasziale Therapie

Die myofasziale Therapie behandelt Schmerzen, die von der Muskulatur und den umgebenden Faszien ausgehen. Im Zentrum stehen myofasziale Triggerpunkte, also überreizte Stellen in verspannten Muskelsträngen, die Schmerzen auch in entfernte Körperregionen ausstrahlen können. In unserer Praxis am Mediapark lösen wir diese Punkte gezielt mit manuellen Techniken und Dry Needling, eingebettet in die orthopädische Diagnostik.

Typische Anwendungsgebiete

Chronische Nacken- und Rückenschmerzen

Bei Verspannungen und Triggerpunkten ohne klaren strukturellen Befund.

Spannungskopfschmerzen

Bei Kopfschmerzen, die von Triggerpunkten im Nacken ausgehen.

Sehnenansatzbeschwerden

Bei Tennis- und Golferellenbogen oder Achillessehnenbeschwerden.

Sport- und Überlastungsbeschwerden

Bei muskulären Dysbalancen und wiederkehrenden Sportbeschwerden.

Funktionelle Beschwerden

Wenn Bildgebung unauffällig ist, die Beschwerden aber bleiben.

Bewegungseinschränkungen

Bei muskulär bedingter Steifheit und Kraftlosigkeit.

So läuft Ihre Behandlung ab

1. Ärztliche Abklärung

Orthopädische Untersuchung und Ausschluss struktureller Ursachen.

2. Triggerpunkt-Untersuchung

Abtasten und Lokalisieren der aktiven Triggerpunkte.

3. Behandlung

Manuelle Therapie, Dry Needling und Faszientechniken.

4. Übungen und Verlauf

Dehnübungen für zu Hause und Kontrolle des Verlaufs.

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Unser Bewegungsapparat besteht nicht nur aus Knochen und Gelenken, sondern zu einem großen Teil aus Muskeln und Faszien. Faszien sind feine Bindegewebshüllen, die jeden Muskel, jede Muskelfaser und ganze Muskelgruppen umspannen und im Körper ein zusammenhängendes Netzwerk bilden. Funktionieren Muskel und Faszie nicht reibungslos zusammen, entstehen Verspannungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen.

Die myofasziale Therapie, häufig auch myofasziale Medizin genannt, setzt genau hier an. Sie betrachtet Muskulatur und Faszien als funktionelle Einheit und behandelt Beschwerden, die ihren Ursprung in diesem System haben. Das ist besonders bei chronischen Schmerzen wichtig, deren Ursache in der reinen Bildgebung oft nicht zu sehen ist.

In unserer Praxis am Mediapark ist die myofasziale Therapie ein fester Baustein der konservativen und komplementären Orthopädie. Sie wird ärztlich begleitet eingesetzt, das heißt: Vor der Behandlung steht immer die orthopädische Abklärung der Beschwerden.

Faszien sind in den letzten Jahren stärker in den Fokus der Forschung gerückt. Sie sind reich an Nervenenden und damit nicht nur eine passive Hülle, sondern ein sensibles Sinnes- und Spannungsorgan. Sind Faszien verklebt, verdickt oder unbeweglich, können sie selbst Schmerzen verursachen und die Funktion der darunterliegenden Muskulatur beeinträchtigen. Die myofasziale Therapie trägt diesem Zusammenhang Rechnung, indem sie Muskel und Faszie gemeinsam behandelt.

Ein myofaszialer Triggerpunkt ist eine überempfindliche, tastbare Verhärtung in einem verspannten Bündel von Muskelfasern. Auf Druck reagiert er schmerzhaft und kann den typischen Übertragungsschmerz auslösen, also Schmerzen, die nicht am Triggerpunkt selbst, sondern in einer anderen Körperregion empfunden werden.

Das erklärt, warum die Schmerzquelle und der Ort der Beschwerden oft auseinanderfallen. Kopfschmerzen können von Triggerpunkten im Nacken ausgehen, Schmerzen im Arm von Punkten in der Schulter. Triggerpunkte entstehen durch akute oder chronische Überlastung, durch Fehlhaltungen, nach Verletzungen oder durch dauerhaften Stress in der Muskulatur. Neben Schmerzen können sie auch Kraftlosigkeit und eine eingeschränkte Beweglichkeit verursachen.

Die myofasziale Therapie setzen wir bei einer Vielzahl muskulär und faszial bedingter Beschwerden ein. Typische Anwendungsgebiete sind:

Chronische Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen: Verspannungen und Triggerpunkte in der Hals-, Schulter- und Rückenmuskulatur gehören zu den häufigsten Ursachen anhaltender Beschwerden ohne klaren strukturellen Befund.

Spannungskopfschmerzen: Triggerpunkte im Nacken und in der Schädelmuskulatur können Kopfschmerzen unterhalten. Ihre Behandlung kann hier deutlich entlasten.

Sehnenansatzbeschwerden: Bei Tennis- und Golferellenbogen, Achillessehnen- und anderen Sehnenbeschwerden behandelt die myofasziale Therapie die zugehörige Muskulatur und ihre Triggerpunkte, die die Sehne überlasten.

Sportverletzungen und Überlastungsbeschwerden: Bei Sportlern sind muskuläre Dysbalancen und Triggerpunkte häufige Ursachen wiederkehrender Beschwerden. Die Behandlung ergänzt die sportmedizinische Therapie.

Funktionelle Beschwerden ohne strukturellen Befund: Wenn Röntgen oder MRT unauffällig sind, die Beschwerden aber bleiben, lohnt der gezielte Blick auf das myofasziale System.

Begleitende Verspannungen bei Arthrose und Verschleiß: Auch wenn die myofasziale Therapie den Verschleiß selbst nicht aufhält, lassen sich die begleitenden muskulären Verspannungen und Schonhaltungen lindern, die den Schmerz oft verstärken.

Verspannungen nach Schon- und Fehlhaltung: Nach Verletzungen, langer Schonung oder einseitiger Belastung im Beruf entstehen häufig muskuläre Ungleichgewichte, die sich myofaszial gut behandeln lassen.

Je nach Befund kombinieren wir verschiedene Techniken. Bewährt hat sich vor allem die Verbindung aus manueller Behandlung und Dry Needling.

Manuelle Triggerpunkttherapie

Bei der manuellen Behandlung werden die Triggerpunkte ertastet und mit gezieltem, dosiertem Druck behandelt. Dadurch entspannen sich der Triggerpunkt und der zugehörige Muskelstrang, die Durchblutung verbessert sich und der Schmerz lässt nach. Ergänzt wird dies durch Dehn- und Faszientechniken.

Dry Needling

Beim Dry Needling werden sehr feine, sterile Einwegnadeln gezielt in den Triggerpunkt gesetzt, ohne Medikament (daher "dry", trocken). Der dabei ausgelöste kurze Zuckungsreflex des Muskels löst die Verspannung. Dry Needling ist eine wirkungsvolle Ergänzung zur manuellen Therapie und wird von erfahrenen Behandlern durchgeführt.

Triggerpunkt-Infiltration

In geeigneten Fällen kann der Triggerpunkt zusätzlich mit einem örtlichen Betäubungsmittel infiltriert werden. Das unterbricht den Schmerz und erleichtert die anschließende manuelle Lösung. Die Indikation stellen wir individuell und ärztlich.

Faszien- und Dehntechniken

Ergänzend lösen wir mit speziellen Faszientechniken verklebte und verdrehte Bindegewebsstrukturen und stellen die normale Gleitfähigkeit wieder her. Gezielte Dehnung des behandelten Muskels stabilisiert das Ergebnis und beugt einem erneuten Aufbau von Triggerpunkten vor. Welche Technik wir wählen, richtet sich nach Befund, Beschwerdedauer und Ihrer Verträglichkeit.

Die myofasziale Therapie wirkt direkt an der Schmerzquelle. Sie löst die überreizten Triggerpunkte, normalisiert die Muskelspannung, verbessert die Durchblutung des Gewebes und stellt die normale Gleitfähigkeit der Faszien wieder her. So lässt sich auch der Übertragungsschmerz in entfernten Regionen wirksam behandeln.

Der Vorteil liegt in der ursachenorientierten, nebenwirkungsarmen Behandlung: Sie kommt weitgehend ohne Medikamente aus und kann helfen, den Schmerzmittelbedarf zu senken. Besonders wertvoll ist sie bei wiederkehrenden Beschwerden, weil sie nicht nur den schmerzenden Ort, sondern die muskulären Zusammenhänge behandelt.

Wie bei allen komplementären Verfahren gilt eine realistische Einordnung: Die myofasziale Therapie ist ein wirksamer Baustein bei muskulär bedingten Beschwerden, ersetzt aber keine Behandlung struktureller Ursachen wie etwa eines Bandscheibenvorfalls oder einer fortgeschrittenen Arthrose.

Ausführliche Anamnese: Wir besprechen Verlauf und Ausstrahlung Ihrer Beschwerden, Ihren Alltag, Sport und Beruf. Das hilft, die auslösenden Muskelketten zu finden.

Vorbefunde mitbringen: Aktuelle Röntgen-, MRT- oder Ultraschallbefunde helfen, strukturelle Ursachen abzugrenzen.

Bequeme Kleidung: Da die Behandlung manuell und am Muskel erfolgt, ist bequeme Kleidung mit gutem Zugang zur betroffenen Region sinnvoll.

Ausreichend trinken: Nach der Behandlung ist es sinnvoll, ausreichend zu trinken, um den angeregten Gewebestoffwechsel zu unterstützen.

Realistische Erwartungen: Oft tritt schon nach wenigen Sitzungen eine Besserung ein, manche Beschwerden brauchen eine Behandlungsserie. Wir besprechen das offen mit Ihnen.

1. Ärztliche Abklärung

Zuerst klären wir orthopädisch ab, ob den Beschwerden eine strukturelle Ursache zugrunde liegt und ob die myofasziale Therapie das passende Verfahren ist.

2. Triggerpunkt-Untersuchung

Durch sorgfältiges Abtasten lokalisieren wir die aktiven Triggerpunkte und reproduzieren den typischen Übertragungsschmerz, um die auslösenden Punkte sicher zu identifizieren.

3. Behandlung

Wir behandeln die Triggerpunkte manuell und, wo sinnvoll, mit Dry Needling oder Infiltration. Anschließend folgen Dehn- und Faszientechniken zur Stabilisierung des Ergebnisses.

4. Eigenübungen und Verlauf

Sie erhalten Dehn- und Mobilisationsübungen für zu Hause, die einem erneuten Aufbau von Triggerpunkten vorbeugen. In Folgeterminen überprüfen wir den Verlauf.

Die manuelle Triggerpunkttherapie und das Dry Needling sind bei muskulär bedingten Schmerzen etablierte und gut nachvollziehbare Verfahren, deren Kombination sich besonders bewährt hat. Sie wirken dort, wo die Beschwerden tatsächlich muskulär und faszial bedingt sind.

Genau deshalb ist die ärztliche Abklärung vorab so wichtig: Sie stellt sicher, dass keine strukturelle oder ernsthafte Ursache übersehen wird. Bei Warnzeichen wie neurologischen Ausfällen, Fieber oder nach schweren Verletzungen steht die ärztliche Diagnostik an erster Stelle. So setzen wir die myofasziale Therapie verantwortungsvoll und gezielt ein.

Ihre Grenzen erreicht die myofasziale Therapie dort, wo die Ursache nicht im Weichgewebe liegt: bei einem akuten Bandscheibenvorfall mit Nervenwurzelreizung, bei fortgeschrittener Arthrose mit struktureller Gelenkschädigung oder bei entzündlichen und systemischen Erkrankungen. In solchen Fällen ist sie bestenfalls eine begleitende Maßnahme, nicht die Hauptbehandlung. Wir sagen Ihnen offen, wann ein anderes Verfahren das sinnvollere ist.

Am Orthopädie MediaPark Köln ist die myofasziale Therapie eng mit unseren übrigen Verfahren verzahnt. Je nach Beschwerdebild kombinieren wir sie mit Osteopathie, gezielter Infiltrationstherapie oder physiotherapeutischen Übungen. Diagnostik und Behandlung kommen aus einer Hand und sind aufeinander abgestimmt.

Wenn Sie unter wiederkehrenden Verspannungen, ausstrahlenden Schmerzen oder Beschwerden ohne klaren Befund leiden, beraten wir Sie gern, ob die myofasziale Therapie für Sie sinnvoll ist. Vereinbaren Sie dazu einen Termin in unserer Praxis am Mediapark.

Warum myofasziale Therapie am Orthopädie MediaPark Köln

Ärztlich geführt

Jede Behandlung beginnt mit der orthopädischen Abklärung.

Manuell plus Dry Needling

Wir kombinieren die beiden wirksamsten Techniken nach Befund.

Ursachenorientiert

Wir behandeln die Schmerzquelle, nicht nur den Ort des Schmerzes.

Erfahrenes Team

Langjährige Erfahrung in manueller Medizin und Triggerpunkttherapie.

Nebenwirkungsarm

Weitgehend ohne Medikamente, oft mit reduziertem Schmerzmittelbedarf.

Verzahnt mit der Diagnostik

Bildgebung und Therapie aus einer Hand, eng abgestimmt.

Häufige Fragen zum Bereich Komplementäre Orthopädie

Antworten auf die meistgestellten Fragen unserer Patientinnen und Patienten.

  • Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich Komplementäre Orthopädie, die länger als zwei bis drei Wochen bestehen oder mit Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder Funktionsverlust einhergehen, sollten orthopädisch abgeklärt werden. Auch nach Stürzen, Sportverletzungen oder Unfällen ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll, um Folgeschäden zu vermeiden.

  • Nein. Wir verfolgen den Grundsatz „konservativ vor operativ". Die Mehrheit der Beschwerden lässt sich mit Physiotherapie, manueller Therapie, Stoßwellen-Behandlung, Akupunktur oder gezielten Injektionen erfolgreich behandeln. Ein operativer Eingriff kommt nur dann in Frage, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind oder das Verletzungsmuster eine direkte chirurgische Versorgung erfordert.

  • Das hängt stark von der konkreten Diagnose ab. Generell gelten gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Walking und gezieltes Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung als unbedenklich. Im individuellen Beratungsgespräch erstellen wir einen Sport- und Belastungsplan, der zu Ihrem Befund und Ihren Lebensumständen passt.

  • Wir setzen je nach Beschwerdebild auf eine Kombination aus klinischer Untersuchung, hochauflösender Sonografie, digitalem Röntgen und MRT-Bildgebung. In der Orthopädie Mediapark Köln arbeiten wir interdisziplinär und mit modernster Gerätetechnik im MediaPark-Komplex, sodass die meisten Diagnostik-Schritte direkt am Standort möglich sind.

  • Über Doctolib können Sie Ihren Termin online direkt einbuchen, in der Regel innerhalb weniger Tage. Für akute Schmerzen oder nach Unfällen halten wir tägliche Sprechstunden-Slots für Akutfälle frei. Bitte rufen Sie uns in dem Fall direkt an, dann finden wir einen kurzfristigen Termin.

  • Sämtliche medizinisch notwendigen orthopädischen Behandlungen werden sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen übernommen. Bei Selbstzahler-Leistungen (z.B. spezielle Sportmedizin-Programme oder bestimmte konservative Therapien) klären wir die Kosten vor Behandlungsbeginn transparent mit Ihnen ab.

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