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Neuraltherapie

Über Neuraltherapie

Die Neuraltherapie ist ein Verfahren der Schmerzbehandlung, bei dem ein niedrig dosiertes örtliches Betäubungsmittel gezielt an Schmerzpunkte, Nervenpunkte oder Hautareale injiziert wird. Ziel ist es, den Schmerzkreislauf zu unterbrechen und die körpereigene Regulation anzustoßen. In unserer Praxis am Mediapark setzen wir die Neuraltherapie ärztlich und gezielt als ergänzendes Verfahren bei chronischen Beschwerden ein.

Typische Anwendungsgebiete

Chronische Rückenschmerzen

Segmentbezogene Injektion zur Unterbrechung des Schmerzkreislaufs.

Sehnenansatz- und Gelenkbeschwerden

Gezielte Injektion bei gelenknahen Schmerzpunkten.

Triggerpunkt- und Muskelschmerzen

Ergänzend zur Triggerpunktbehandlung.

Chronisches Schmerzgedächtnis

Wenn sich ein Schmerz verselbstständigt hat.

Narbenbeschwerden

Bei schmerzhaften oder störenden Narben.

Begleitende Schmerztherapie

Um Schmerzphasen zu durchbrechen und Bewegung zu ermöglichen.

So läuft Ihre Behandlung ab

1. Ärztliche Abklärung

Orthopädische Untersuchung und Indikationsstellung.

2. Injektionspunkte festlegen

Segmentbezogene Punkte je nach Beschwerdebild.

3. Injektion

Niedrig dosiertes Betäubungsmittel mit feiner Nadel.

4. Verlauf und Folgetermine

Beurteilung der Reaktion, Abstimmung weiterer Termine.

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Die Neuraltherapie nutzt die Wirkung örtlicher Betäubungsmittel, vor allem Procain und Lidocain, nicht zur Narkose, sondern als therapeutischen Reiz. In niedriger Konzentration an die richtige Stelle gesetzt, kann das Mittel überaktive Schmerz- und Nervensignale dämpfen und so einen sich selbst unterhaltenden Schmerzkreislauf unterbrechen. Das körpereigene Regulationssystem erhält die Gelegenheit, sich neu einzupendeln.

Die Wirkung hält oft deutlich länger an, als es die kurze pharmakologische Wirkdauer des Betäubungsmittels erwarten ließe. Erklärt wird das damit, dass das hartnäckige Schmerzgedächtnis und Reflexkreisläufe durchbrochen werden. Die Neuraltherapie ist damit ein gezieltes, schmerzmedizinisch motiviertes Injektionsverfahren.

In unserer Praxis am Mediapark wird die Neuraltherapie ärztlich durchgeführt und immer nach orthopädischer Abklärung der Beschwerden eingesetzt. So stellen wir sicher, dass sie dort zum Einsatz kommt, wo sie sinnvoll ergänzt.

Innerhalb der Neuraltherapie unterscheidet man zwei Ansätze, deren wissenschaftliche Grundlage unterschiedlich gut ist. Diese Unterscheidung ist uns wichtig, weil wir offen kommunizieren, was belegt ist und was nicht.

Segmenttherapie

Bei der Segmenttherapie wird das Betäubungsmittel im Bereich der schmerzenden Region gesetzt, etwa als Hautquaddel über dem zugehörigen Hautareal, an Triggerpunkte, Sehnenansätze oder gelenknah. Sie ist in der Schmerztherapie etabliert und wird auch in Schmerzkliniken und Rheumazentren angewendet. Dieser segmentbezogene Einsatz ist der Schwerpunkt unserer Anwendung.

Störfeldtherapie

Die Störfeldtherapie geht davon aus, dass Narben, alte Entzündungen oder Zähne als sogenannte Störfelder Beschwerden an entfernter Stelle unterhalten können. Dieser Ansatz ist wissenschaftlich nicht belegt. Wir kommunizieren das offen und stützen unsere Behandlung auf den segmentbezogenen, schmerzmedizinisch begründeten Einsatz.

In der Orthopädie setzen wir die Neuraltherapie vor allem bei chronischen und hartnäckigen Schmerzen ein, die auf andere Maßnahmen nur unzureichend ansprechen. Typische Anwendungsgebiete sind:

Chronische Rücken- und Nackenschmerzen: Bei anhaltenden Beschwerden kann die segmentbezogene Injektion den Schmerzkreislauf durchbrechen und Bewegung wieder ermöglichen.

Gelenk- und Sehnenansatzbeschwerden: Bei schmerzhaften Sehnenansätzen und gelenknahen Beschwerden kann die gezielte Injektion entlasten, oft in Kombination mit anderen Verfahren.

Triggerpunkt- und Muskelschmerzen: An muskuläre Schmerzpunkte gesetzt, ergänzt die Neuraltherapie die Triggerpunktbehandlung.

Chronische Schmerzbilder mit Schmerzgedächtnis: Wenn sich ein Schmerz verselbstständigt hat, kann das gezielte Unterbrechen helfen, das Schmerzgedächtnis zu beeinflussen.

Narbenbeschwerden: Schmerzhafte oder störende Narben können lokal behandelt werden, wenn sie selbst Beschwerden verursachen.

Das niedrig dosierte Betäubungsmittel dämpft an der Injektionsstelle die Schmerzweiterleitung und beruhigt überaktive Nervenstrukturen. Über segmentale Verschaltungen kann dieser Reiz auch die Spannungsregulation und Durchblutung im zugehörigen Körperabschnitt beeinflussen. Indem der akute Schmerzreiz weggenommen wird, kann ein eingeschliffenes Schmerzmuster unterbrochen werden.

Vorteile sind der gezielte Ansatz und die meist gute Verträglichkeit bei niedriger Dosierung. Die Neuraltherapie kann helfen, Schmerzphasen zu durchbrechen und so Bewegung und weitere Therapie wieder zu ermöglichen. Sie ist ein ergänzendes Verfahren und ersetzt nicht die Behandlung der strukturellen Ursache.

Ausführliche Anamnese: Wir besprechen Ihre Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamente, insbesondere Allergien und Unverträglichkeiten gegen Betäubungsmittel.

Allergien unbedingt angeben: Bitte teilen Sie uns bekannte Allergien gegen Lokalanästhetika unbedingt vorab mit. Das ist für die sichere Durchführung entscheidend.

Hinweis bei Blutverdünnung: Wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, sagen Sie uns das vor der Behandlung. Wir passen das Vorgehen an.

Nicht nüchtern, etwas Zeit: Sie müssen nicht nüchtern sein. Nach der Injektion beobachten wir Sie kurz, planen Sie dafür etwas Zeit ein.

Realistische Erwartungen: Manchmal wirkt die Behandlung sofort, oft sind mehrere Sitzungen sinnvoll. Wir besprechen den voraussichtlichen Verlauf offen.

1. Ärztliche Abklärung

Wir klären orthopädisch ab, welche Ursache Ihren Beschwerden zugrunde liegt und ob die Neuraltherapie ein sinnvoller Baustein ist.

2. Festlegung der Injektionspunkte

Anhand des Beschwerdebilds legen wir die segmentbezogenen Injektionspunkte fest, etwa Hautquaddeln, Triggerpunkte oder gelenknahe Punkte.

3. Injektion

Mit einer sehr feinen Nadel wird das niedrig dosierte Betäubungsmittel gezielt gesetzt. Der Einstich ist in der Regel nur kurz spürbar.

4. Verlauf und Folgetermine

Wir beurteilen die Reaktion und legen gemeinsam fest, ob und in welchem Abstand weitere Behandlungen sinnvoll sind.

Die segmentbezogene Anwendung der Neuraltherapie ist in der Schmerztherapie etabliert und kommt auch in spezialisierten Einrichtungen zum Einsatz. Wir nutzen sie als ergänzendes Verfahren mit klarer Indikation. Den nicht belegten störfeldtherapeutischen Ansatz stellen wir nicht in den Vordergrund und benennen seine fehlende wissenschaftliche Grundlage offen.

Die ärztliche Abklärung stellt sicher, dass keine ernsthafte Ursache übersehen wird. Bei Warnzeichen wie neurologischen Ausfällen, Fieber oder nach Verletzungen steht die Diagnostik an erster Stelle. So setzen wir die Neuraltherapie verantwortungsvoll und ehrlich ein.

Am Orthopädie MediaPark Köln kombinieren wir die Neuraltherapie je nach Befund mit Triggerpunktmedizin, myofaszialer Therapie und gezielter Infiltrationstherapie. So entsteht ein abgestimmtes Schmerzkonzept, Diagnostik und Behandlung aus einer Hand.

Wenn Sie unter hartnäckigen chronischen Schmerzen leiden, prüfen wir gern, ob die Neuraltherapie für Sie ein sinnvoller Baustein ist. Vereinbaren Sie dazu einen Termin in unserer Praxis am Mediapark.

Warum Neuraltherapie am Orthopädie MediaPark Köln

Ärztlich durchgeführt

Injektionen ausschließlich durch erfahrene Ärzte.

Segmentbezogen und belegt

Schwerpunkt auf dem etablierten, schmerzmedizinischen Ansatz.

Ehrliche Einordnung

Wir benennen offen, was belegt ist und was nicht.

Gut verträglich

Niedrige Dosierung, gezielter Einsatz.

Teil eines Schmerzkonzepts

Kombiniert mit Triggerpunkt- und Infiltrationstherapie.

Verzahnt mit der Diagnostik

Bildgebung und Therapie aus einer Hand, eng abgestimmt.

Häufige Fragen zum Bereich Komplementäre Orthopädie

Antworten auf die meistgestellten Fragen unserer Patientinnen und Patienten.

  • Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich Komplementäre Orthopädie, die länger als zwei bis drei Wochen bestehen oder mit Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder Funktionsverlust einhergehen, sollten orthopädisch abgeklärt werden. Auch nach Stürzen, Sportverletzungen oder Unfällen ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll, um Folgeschäden zu vermeiden.

  • Nein. Wir verfolgen den Grundsatz „konservativ vor operativ". Die Mehrheit der Beschwerden lässt sich mit Physiotherapie, manueller Therapie, Stoßwellen-Behandlung, Akupunktur oder gezielten Injektionen erfolgreich behandeln. Ein operativer Eingriff kommt nur dann in Frage, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind oder das Verletzungsmuster eine direkte chirurgische Versorgung erfordert.

  • Das hängt stark von der konkreten Diagnose ab. Generell gelten gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Walking und gezieltes Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung als unbedenklich. Im individuellen Beratungsgespräch erstellen wir einen Sport- und Belastungsplan, der zu Ihrem Befund und Ihren Lebensumständen passt.

  • Wir setzen je nach Beschwerdebild auf eine Kombination aus klinischer Untersuchung, hochauflösender Sonografie, digitalem Röntgen und MRT-Bildgebung. In der Orthopädie Mediapark Köln arbeiten wir interdisziplinär und mit modernster Gerätetechnik im MediaPark-Komplex, sodass die meisten Diagnostik-Schritte direkt am Standort möglich sind.

  • Über Doctolib können Sie Ihren Termin online direkt einbuchen, in der Regel innerhalb weniger Tage. Für akute Schmerzen oder nach Unfällen halten wir tägliche Sprechstunden-Slots für Akutfälle frei. Bitte rufen Sie uns in dem Fall direkt an, dann finden wir einen kurzfristigen Termin.

  • Sämtliche medizinisch notwendigen orthopädischen Behandlungen werden sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen übernommen. Bei Selbstzahler-Leistungen (z.B. spezielle Sportmedizin-Programme oder bestimmte konservative Therapien) klären wir die Kosten vor Behandlungsbeginn transparent mit Ihnen ab.

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