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Schulterschmerzen

Über Schulterschmerzen

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk des Körpers. Halt gibt ihr kaum die Knochenform, sondern vor allem Sehnen, Bänder und Muskeln. Genau deshalb ist Schulterschmerz ein Sammelbegriff und keine Diagnose. Er kann von der Rotatorenmanschette kommen, also der Sehnenkappe, die den Oberarmkopf führt, vom Schleimbeutel, vom kleinen Gelenk oben auf der Schulter, von einer Sehne des Bizeps oder von der Halswirbelsäule. Welche Struktur es ist, zeigt erst die Untersuchung.

Wann Sie nicht auf einen Termin warten sollten

Wenn der Schulterschmerz plötzlich auftritt und dabei Druck oder Enge in der Brust, Luftnot, Übelkeit oder kalter Schweiß hinzukommen, ist das ein Notfall. Warten Sie in diesen Fällen nicht ab, sondern rufen Sie den Notruf. Schmerz in Schulter oder Arm kann vom Herzen kommen, meistens links, er kann aber auch rechts oder beidseits auftreten. Bei Frauen, älteren Menschen und Menschen mit Diabetes zeigt sich eine Durchblutungsstörung des Herzens häufiger untypisch, etwa mit Übelkeit, Luftnot, Schwäche oder Schmerzen im Oberbauch, Rücken oder Kiefer, ohne den bekannten Druck auf der Brust.

Wenn Sie den Arm nach einem Sturz nicht mehr aktiv anheben können, sollte die Schulter zeitnah untersucht werden. Dahinter kann ein frischer Sehnenriss stecken, und der lässt sich nicht unbegrenzt lange nähen.

Wenn die Schulter stark geschwollen und überwärmt ist und Fieber dazukommt, ist eine Gelenkentzündung möglich, die schnell behandelt werden muss.

Rufen Sie uns bei diesen Zeichen zuerst an, dann schauen wir kurzfristig nach Ihnen. Wenn Sie uns nicht erreichen, etwa außerhalb der Sprechzeiten, wenden Sie sich an eine Notaufnahme oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117. Bei einem schweren Unfall oder starker Blutung rufen Sie den Rettungsdienst unter 112.

Häufige Symptome

Schmerz beim Heben des Arms

Beschwerden setzen ein, sobald der Arm zur Seite abgespreizt oder über Schulterhöhe geführt wird. Überkopfarbeit ist besonders empfindlich.

Nachtschmerz und Seitenlage

Viele können nicht mehr auf der betroffenen Seite liegen und wachen nachts auf. Ein häufiger Anlass für den ersten Termin.

Kraftverlust

Der Arm lässt sich nicht mehr kraftvoll gegen Widerstand halten. Gegenstände aus einem hohen Regal zu heben fällt merklich schwerer.

Bewegungseinschränkung im Alltag

Anziehen, Haare kämmen oder der Griff zum Rücken gehen nicht mehr frei. Nimmt die Steife über Wochen zu, kann die Gelenkkapsel betroffen sein.

Ausstrahlung in den Oberarm

Der Schmerz zieht oft in den seitlichen Oberarm. Über den Ellenbogen hinaus reicht er selten.

Schmerz oben auf der Schulter

Sitzt der Schmerz punktuell oben auf der Schulter, kann das Schultereckgelenk beteiligt sein. Rucksackgurte werden dann unangenehm.

Knirschen oder Schnappen

Reibegeräusche oder ein Schnappen bei bestimmten Bewegungen. Allein sind sie kein Krankheitszeichen, gemeinsam mit Schmerz aber ein Hinweis.

Ursachen & Risikofaktoren

Verschleiß oder Riss der Rotatorenmanschette

Die Sehnenkappe um den Oberarmkopf verändert sich mit den Jahren und kann einreißen. Auch ein Sturz kann sie verletzen.

Einengung unter dem Schulterdach

Ist der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf eng, werden Sehne und Schleimbeutel bei jeder Bewegung gereizt. Fachlich heißt das Impingement, also Einengung.

Kalkeinlagerungen in einer Sehne

Kalkkristalle können sich in einer Schultersehne ablagern und heftige, oft plötzlich einsetzende Schmerzen verursachen. Diese Kalkschulter betrachten wir gesondert.

Verschleiß an den Gelenken

Das kleine Gelenk zwischen Schulterdach und Schlüsselbein nutzt sich ab, besonders nach früheren Stürzen auf die Schulter. Auch das Schultergelenk selbst kann verschleißen.

Schultersteife

Hier schrumpft die Gelenkkapsel selbst. Die Schulter wird über Wochen bis Monate steif und schmerzt vor allem nachts, oft ohne erkennbaren Auslöser und gehäuft bei Diabetes. Sie ist nicht Folge davon, dass zu wenig bewegt wurde.

Überkopfbelastung in Beruf und Sport

Malerarbeiten, Montage über Kopf, Wurf- und Schlagsportarten sowie Schwimmen belasten die Sehnen wiederholt in ungünstiger Position.

Halswirbelsäule und Haltung

Verschleiß oder Reizung an der Halswirbelsäule kann Schmerz in die Schulter senden. Eine dauerhaft rundrückige Haltung kann die Stellung des Schulterblatts verändern.

Therapien

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Konservativ bedeutet dabei: ohne Operation. Welche Wege infrage kommen, hängt vom Befund, von Ihrer Belastung im Alltag und von Ihren Zielen ab. In den meisten Fällen wird zuerst konservativ behandelt. Es gibt auch den umgekehrten Fall: ist eine Sehne frisch und vollständig gerissen, kann eine Operation von Anfang an die naheliegende Option sein, weil eine gerissene Sehne sich nicht unbegrenzt lange wieder befestigen lässt.

Im Mittelpunkt steht die Physiotherapie. Sie zielt auf die Zentrierung des Gelenks, also darauf, den Oberarmkopf sauber in der Pfanne zu führen, und auf den Aufbau der Muskulatur am Schulterblatt. Dazu kommt die Belastungssteuerung: wir gehen Arbeitsplatz, Schlafposition und Training durch und ändern, was die Schulter reizt. Antientzündliche Medikamente können eine akute Reizphase begleiten.

Bei stark gereiztem Schleimbeutel kann eine Infiltration infrage kommen, also eine gezielte Spritze an die gereizte Struktur, in der Regel unter Ultraschallkontrolle. Wir setzen sie zurückhaltend ein und nur, wenn der Befund sie begründet. Je nach Ursache kann die fokussierte Stoßwellentherapie ergänzt werden, etwa bei Kalkeinlagerungen. Ob sie in Ihrem Fall infrage kommt, besprechen wir vorher mit Ihnen.

Jede Injektion ist ein Eingriff. Wir führen sie unter sterilen Bedingungen durch. Wichtig für Sie danach: Wenn die Beschwerden ein bis drei Tage nach einer Spritze stärker werden statt schwächer, die Schulter anschwillt, heiß wird oder Fieber dazukommt, melden Sie sich sofort bei uns oder gehen Sie in eine Notaufnahme.

Bei einer Schultersteife richtet sich die Behandlung nach der Phase: in der schmerzhaften Anfangsphase steht die Schmerzbehandlung im Vordergrund und nicht das Durchbewegen, später der geführte Aufbau der Beweglichkeit.

Eingriffe an der Schulter erfolgen in der Regel arthroskopisch, also als Gelenkspiegelung über kleine Zugänge, das heißt Schnitte von wenigen Millimetern. Ist eine Sehne der Rotatorenmanschette gerissen, kann sie wieder am Knochen befestigt werden, fachlich Refixierung. Bei wiederholtem Auskugeln kommt eine operative Stabilisierung infrage, also die Wiederherstellung der Gelenkführung. Bleibt eine Schultersteife bestehen, kann eine arthroskopische Lösung der geschrumpften Kapsel infrage kommen.

Ein weiteres Verfahren ist die subakromiale Dekompression, also die Erweiterung des Raums unter dem Schulterdach. Die Indikation dafür stellen wir bewusst zurückhaltend: bei einer reinen Einengung ohne Sehnenschaden schneidet die konsequente konservative Behandlung in Untersuchungen genauso gut ab. Sinnvoll ist der Eingriff vor allem dann, wenn ein knöcherner Sporn nachweisbar ist oder wenn er zusammen mit einer Sehnennaht erfolgt.

Sitzt der Verschleiß im Schultereckgelenk oder liegt ein hartnäckiges Kalkdepot vor, lassen sich beide arthroskopisch angehen. Ist das Schultergelenk selbst weit verschlissen und sind die Beschwerden nach ausgeschöpfter konservativer Behandlung nicht beherrschbar, kommt ein künstliches Schultergelenk infrage. Beides gehört zum Spektrum unserer Schulterchirurgie, die Entscheidung fällt erst nach Untersuchung und Bildgebung.

Wir zeigen Ihnen die Bilder, erklären, welche Struktur wir für den Schmerz verantwortlich halten, und benennen die Möglichkeiten mit ihren Grenzen. Erst danach entscheiden wir gemeinsam.

Die Nachbehandlung gehört zur Behandlung und nicht hinten dran. Die folgenden Angaben sind Anhaltspunkte: der Verlauf hängt von Befund, Vorgeschichte und Heilung ab.

Nach konservativer Behandlung

Physiotherapie und ein eigenes Übungsprogramm laufen über mehrere Wochen parallel. Ein solcher Aufbau braucht Zeit: häufig sind es sechs bis zwölf Wochen konsequentes Üben, bevor sich Kraft und Beweglichkeit verändern können. Das ist ein Erfahrungswert aus unserer Praxis und keine Prognose; wie lange es im Einzelfall dauert, hängt von Befund und Verlauf ab und wird bei den Kontrollterminen besprochen. Ein früher Abbruch kann den erreichten Aufbau wieder zunichtemachen.

Nach einem Eingriff an der Sehne

Nach einer Refixierung wird der Arm zunächst in einer Schiene geführt, damit die Sehne am Knochen anheilen kann. Bewegung beginnt früh, aber geführt und passiv. Der Übergang zu aktiver Bewegung und später zum Kraftaufbau erfolgt in Abschnitten über mehrere Monate, nach der Vorgabe aus der Operation.

Rückkehr in Alltag, Beruf und Sport

Leichte Alltagsbewegungen unterhalb der Schulterhöhe sind meist früh wieder möglich. Überkopfarbeit, Wurf- und Schlagsport sowie Krafttraining über Kopf geben wir erst frei, wenn Beweglichkeit, Kraft und Kontrolle im Seitenvergleich stimmen.

Nicht jeder Schulterschmerz lässt sich vermeiden. Einige Punkte lassen sich aber beeinflussen.

Schulterblatt kräftigen: Übungen für die Muskulatur zwischen Schulterblatt und Rumpf, etwa mit Theraband oder am Kabelzug, sollen die Sehnen unter dem Schulterdach entlasten.

Beweglichkeit von Brustwirbelsäule und Schulterblatt erhalten: Wer viel sitzt, verliert Beweglichkeit im Brustkorb, und die Schulter arbeitet dann in einer ungünstigeren Position. Übungen für Brustwirbelsäule und Schulterblatt und ein passend eingestellter Arbeitsplatz können dabei helfen, auch wenn Haltung allein Schulterschmerz nicht erklärt.

Überkopfbelastung dosieren: Wer über Kopf arbeitet oder trainiert, sollte Umfang und Erholung planen. Saubere Technik ist dabei wichtiger als die reine Trainingsmenge.

Beidseitig belasten: Einseitige Dauerbelastung derselben Schulter kann die Reizung erhöhen. Die Arbeitshand zu wechseln und Pausen einzulegen sind einfache Mittel, um die Belastung zu verteilen.

Beschwerden nicht aussitzen: Wiederkehrender Schulterschmerz, Nachtschmerz oder Kraftverlust gehören fachärztlich abgeklärt.

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Das Schultergelenk besteht aus einem großen Oberarmkopf und einer vergleichsweise kleinen Gelenkpfanne am Schulterblatt. Weil die Pfanne den Kopf nur zu einem kleinen Teil umfasst, gibt die Form der Knochen wenig Halt, fachlich spricht man von geringer knöcherner Führung. Diese Aufgabe übernehmen Weichteile: die Rotatorenmanschette, Bänder, die Gelenklippe als Rand der Pfanne und die Muskulatur um das Schulterblatt. Der Gewinn ist ein Bewegungsumfang, den kein anderes Gelenk erreicht. Der Preis ist, dass viele Strukturen gereizt oder verletzt werden können.

Für Schulterschmerz kommen mehrere Quellen infrage. Die Rotatorenmanschette ist die Kappe aus vier Sehnen, die den Oberarmkopf umgreift und führt. Unter dem Schulterdach liegt ein Schleimbeutel, also ein flüssigkeitsgefülltes Gleitpolster, das sich entzünden kann. Das Schultereckgelenk ist das kleine Gelenk zwischen Schulterdach und Schlüsselbein oben auf der Schulter. Die lange Bizepssehne, also die längere der beiden Sehnen des Oberarmbeugers, läuft durch das Gelenk hindurch und ist dort besonders belastet. Dazu kommt die Gelenkkapsel, die das Gelenk umhüllt und selbst schrumpfen kann. Und schließlich kann Schmerz aus der Halswirbelsäule hineinstrahlen, ohne dass an der Schulter etwas beschädigt ist.

Zwei Menschen können denselben Schmerz beim Anheben des Arms beschreiben, und bei dem einen steckt eine gereizte Sehne dahinter, bei dem anderen eine schrumpfende Gelenkkapsel. Die Einordnung ist deshalb der eigentliche Kern: erst wenn klar ist, welche Struktur den Schmerz verursacht, lässt sich eine Behandlung sinnvoll planen.

Nicht jeder Schulterschmerz stammt aus der Schulter. Ausstrahlender Schmerz kann seinen Ursprung in der Halswirbelsäule haben, in seltenen Fällen auch im Brust- oder Bauchraum. Besonders wichtig ist der Herzbezug: Schmerz in Schulter oder Arm kann vom Herzen kommen, meistens links, aber auch rechts oder beidseits. Bei Frauen, älteren Menschen und Menschen mit Diabetes zeigt sich eine Durchblutungsstörung des Herzens häufiger untypisch, etwa mit Übelkeit, Luftnot, Schwäche oder Schmerzen im Oberbauch, Rücken oder Kiefer. Welche Begleitzeichen auf einen Notfall hindeuten, haben wir gesondert zusammengestellt. Umgekehrt gilt: nicht jeder Befund auf einem Bild ist die Ursache Ihrer Beschwerden. Verschleißzeichen finden sich auch bei Menschen, die keine Schmerzen haben. Deshalb zählt die Zusammenschau von Beschwerden, Untersuchung und Bild.

Die Beschwerden fallen je nach betroffener Struktur unterschiedlich aus. Manche setzen plötzlich ein, andere entwickeln sich über Wochen.

Schmerz beim Heben des Arms und nachts: Beschwerden setzen ein, sobald der Arm zur Seite abgespreizt oder über Schulterhöhe geführt wird, Überkopfarbeit ist besonders empfindlich. Viele Betroffene können nicht mehr auf der betroffenen Seite liegen und wachen nachts auf. Das ist ein häufiger Anlass für den ersten Termin.

Kraft, Beweglichkeit und Geräusche: Der Arm lässt sich nicht mehr kraftvoll gegen Widerstand halten, Anziehen oder der Griff zum Rücken gehen nicht mehr frei. Der Schmerz zieht oft in den seitlichen Oberarm. Sitzt er punktuell oben auf der Schulter, kann das Schultereckgelenk beteiligt sein. Reibegeräusche sind allein kein Krankheitszeichen, gemeinsam mit Schmerz aber ein Hinweis.

Hinweis: Halten Schulterschmerzen über wenige Wochen hinaus an, treten sie nachts auf oder lässt die Kraft nach, sollten Sie das fachärztlich abklären lassen. Nimmt die Beweglichkeit über Wochen ab, gehört das ebenfalls abgeklärt, weil sich dahinter verschiedene Ursachen verbergen und die Behandlung davon abhängt.

Schulterschmerz hat selten nur eine Ursache. Bei jüngeren, sportlich aktiven Menschen stehen Überlastung, Wurfbelastung und Instabilität im Vordergrund: Schultern, die schon einmal ausgekugelt sind, bleiben oft empfindlich. Mit steigendem Lebensalter treten Sehnenveränderungen und Verschleiß hinzu. Beides kann sich überlagern, und ein Sturz kann in jedem Alter dazukommen.

Sehnen und Schleimbeutel: Die Sehnenkappe um den Oberarmkopf verändert sich mit den Jahren und kann einreißen, teilweise oder vollständig; auch ein Sturz kann sie verletzen. Ist der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf eng, werden Sehne und Schleimbeutel gereizt, fachlich Impingement, also Einengung. In der engen Rinne am Oberarmkopf kann sich die lange Bizepssehne entzünden. Und Kalkkristalle können sich in einer Sehne ablagern und heftige, oft plötzlich einsetzende Schmerzen verursachen; diese Kalkschulter betrachten wir gesondert.

Verschleiß an den Gelenken: Das kleine Schultereckgelenk zwischen Schulterdach und Schlüsselbein nutzt sich ab, besonders nach früheren Stürzen direkt auf die Schulter. Auch das Schultergelenk selbst kann verschleißen, fachlich Omarthrose.

Schultersteife: Bei der Schultersteife schrumpft die Gelenkkapsel selbst. Die Schulter wird über Wochen bis Monate zunehmend steif und schmerzt vor allem nachts, häufig ohne erkennbaren Auslöser und gehäuft bei Diabetes und Schilddrüsenerkrankungen. Sie ist nicht die Folge davon, dass zu wenig bewegt wurde. Weil die Behandlung eine völlig andere ist als bei einem Sehnenschaden, und weil sie sich nach der Phase der Erkrankung richtet, ist die Unterscheidung hier besonders wichtig.

Überkopfbelastung in Beruf und Sport: Malerarbeiten, Montage über Kopf, Wurf- und Schlagsportarten sowie Schwimmen belasten die Sehnen wiederholt in ungünstiger Position.

Halswirbelsäule und Haltung: Verschleiß oder Reizung an der Halswirbelsäule kann Schmerz in die Schulter senden. Eine dauerhaft rundrückige Haltung kann die Stellung des Schulterblatts verändern und damit die Position, in der die Sehnen arbeiten. Haltung allein erklärt Schulterschmerz aber nicht.

Am Anfang steht das Gespräch, nicht das Bild. Erst die Untersuchung zeigt, welches bildgebende Verfahren weiterhilft.

Gespräch und körperliche Untersuchung: Wir fragen nach Beginn und Verlauf, nach Belastung in Beruf und Sport, nach früheren Stürzen und Vorerkrankungen. Dann prüfen wir Beweglichkeit und Kraft und grenzen mit gezielten Tests ein, welche Bewegung den Schmerz auslöst.

Ultraschall: Damit lassen sich Sehnen und Schleimbeutel in Bewegung beurteilen, ohne Strahlenbelastung und im selben Termin.

Röntgen: Die Aufnahmen zeigen die Stellung der Knochen, die Weite des Raums unter dem Schulterdach, Verschleißzeichen und Kalkeinlagerungen in den Sehnen.

MRT: Steht ein struktureller Schaden im Raum, also eine sichtbare Verletzung an Sehne, Knorpel oder Gelenklippe, kann ein MRT die Weichteile im Detail darstellen. Wir veranlassen es in der Radiologie im MediaPark, die im selben Gebäude sitzt. Es liefert einen wichtigen Baustein für die Entscheidung über einen Eingriff. Entschieden wird aber nicht nach dem Bild allein, sondern zusammen mit Ihren Beschwerden und dem Untersuchungsbefund.

Abgrenzung anderer Schmerzquellen: Passen Beschwerden und Befund nicht zusammen, sehen wir Halswirbelsäule und Nervenverlauf mit an. Bei Hinweisen auf eine Ursache außerhalb der Schulter beziehen wir die passende Fachrichtung ein.

Warum Orthopädie MediaPark Köln

Was Sie bei uns erwartet

Wir ordnen den Schmerz seiner Ursache zu, besprechen die Möglichkeiten mit ihren Grenzen und legen die nächsten Schritte gemeinsam fest.

Erfahrung mit Schulterbeschwerden

Unsere Fachärztinnen und Fachärzte behandeln Sehnenschäden, Einengungen, Kalkschultern, Schultersteife, Verschleiß und Instabilitäten der Schulter.

Röntgen und Ultraschall im Haus, MRT im selben Gebäude

Röntgen und Ultraschall führen wir in unserer Praxis durch. Für ein MRT arbeiten wir mit der Radiologie im MediaPark zusammen, die im selben Gebäude sitzt.

Stoßwellentherapie vor Ort

Die fokussierte Stoßwellenbehandlung können wir in unseren Räumen anbieten. Ob sie in Ihrem Fall infrage kommt, besprechen wir vorher mit Ihnen.

Konservativ und operativ aus einer Hand

Konservative Behandlung und Schulterchirurgie liegen bei uns in denselben Händen. Der Weg richtet sich nach dem Befund.

Strukturierte Rehabilitation

Wir gliedern die Nachbehandlung in Abschnitte und besprechen bei jedem Kontrolltermin, was als Nächstes ansteht.

Zentrale Lage in Köln

Am Mediapark mit guter Anbindung an Auto und ÖPNV. Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung liegen nah beieinander.

Häufige Fragen zum Bereich Schulter

Antworten auf die meistgestellten Fragen unserer Patientinnen und Patienten.

  • Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich Schulter, die länger als zwei bis drei Wochen bestehen oder mit Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder Funktionsverlust einhergehen, sollten orthopädisch abgeklärt werden. Auch nach Stürzen, Sportverletzungen oder Unfällen ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll, um Folgeschäden zu vermeiden.

  • Nein. Wir verfolgen den Grundsatz „konservativ vor operativ". Die Mehrheit der Beschwerden lässt sich mit Physiotherapie, manueller Therapie, Stoßwellen-Behandlung, Akupunktur oder gezielten Injektionen erfolgreich behandeln. Ein operativer Eingriff kommt nur dann in Frage, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind oder das Verletzungsmuster eine direkte chirurgische Versorgung erfordert.

  • Das hängt stark von der konkreten Diagnose ab. Generell gelten gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Walking und gezieltes Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung als unbedenklich. Im individuellen Beratungsgespräch erstellen wir einen Sport- und Belastungsplan, der zu Ihrem Befund und Ihren Lebensumständen passt.

  • Wir setzen je nach Beschwerdebild auf eine Kombination aus klinischer Untersuchung, hochauflösender Sonografie, digitalem Röntgen und MRT-Bildgebung. In der Orthopädie Mediapark Köln arbeiten wir interdisziplinär und mit modernster Gerätetechnik im MediaPark-Komplex, sodass die meisten Diagnostik-Schritte direkt am Standort möglich sind.

  • Über Doctolib können Sie Ihren Termin online direkt einbuchen, in der Regel innerhalb weniger Tage. Für akute Schmerzen oder nach Unfällen halten wir tägliche Sprechstunden-Slots für Akutfälle frei. Bitte rufen Sie uns in dem Fall direkt an, dann finden wir einen kurzfristigen Termin.

  • Sämtliche medizinisch notwendigen orthopädischen Behandlungen werden sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen übernommen. Bei Selbstzahler-Leistungen (z.B. spezielle Sportmedizin-Programme oder bestimmte konservative Therapien) klären wir die Kosten vor Behandlungsbeginn transparent mit Ihnen ab.

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Hinweis zu diesem Text

Dieser Text informiert allgemein über ein Krankheitsbild und die Behandlungen, die dafür infrage kommen. Er ersetzt keine ärztliche Untersuchung und ist nicht dazu geeignet, die eigenen Beschwerden selbst einzuordnen. Welche Ursache dahintersteckt und welche Behandlung für Sie sinnvoll ist, lässt sich erst nach einem Gespräch, einer körperlichen Untersuchung und, wenn nötig, einer Bildgebung beurteilen.

Die genannten Behandlungen sind Möglichkeiten, keine Zusage eines bestimmten Ergebnisses. Wie eine Behandlung verläuft, hängt vom Befund, von Vorerkrankungen und von der Mitarbeit in der Nachbehandlung ab. Jeder Eingriff hat Risiken. Darüber sprechen wir mit Ihnen persönlich, bevor Sie sich entscheiden. Ob eine Behandlung von Ihrer Krankenversicherung übernommen wird, klären wir vor Behandlungsbeginn mit Ihnen.

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