Eine präzise Diagnose ist der Schlüssel zur erfolgreichen Behandlung der Rhizarthrose.. Unsere Spezialisten in Köln beginnen mit einer ausführlichen Anamnese und einer sorgfältigen klinischen Untersuchung. Ein Druckschmerz über dem Daumensattelgelenk und Schmerzen bei Greif‑ und Drehbewegungen sind deutliche Hinweise. Der sogenannte Grind‑Test – bei dem der Daumen axial komprimiert und rotiert wird – kann Reibegeräusche (Krepitation) und einen charakteristischen Schmerz auslösen und so die Diagnose sichern. Ergänzend setzen wir bildgebende Verfahren ein: Röntgenaufnahmen zeigen den Grad der Knorpelabnutzung (Gelenkspaltverschmälerung, Osteophyten, Zysten, Sklerosierung). In speziellen Fällen oder zur Abgrenzung gegenüber anderen Erkrankungen wie einer STT‑Arthrose oder entzündlichen Veränderungen nutzen wir die Kernspintomographie (MRT).
Verlauf & Prognose – das Fortschreiten bremsen
Die Rhizarthrose verläuft in mehreren Phasen. In frühen Stadien dominiert ein belastungsabhängiger Schmerz; mit der Zeit können dauerhafte Schmerzen, Instabilität und eine sichtbare Fehlstellung auftreten. Die Erkrankung schreitet individuell unterschiedlich voran: Manche Patienten erleben über Jahre nur leichte Beschwerden, andere entwickeln schnell deutliche Funktionseinschränkungen. Eine vollständige Heilung ist nicht möglich, da der zerstörte Gelenkknorpel sich nicht regeneriert. Dennoch lässt sich das Fortschreiten mithilfe einer stadiengerechten Therapie häufig deutlich verlangsamen, sodass eine Operation oft über viele Jahre vermieden werden kann.
Konservative Therapie – funktionserhaltend & alltagsnah
Im Mittelpunkt steht zunächst die konservative Behandlung. Unser Team in Köln entwickelt individuell abgestimmte Konzepte, die sowohl Schmerzen lindern als auch die Handfunktion erhalten sollen:
Orthesen und Schienen: Eine speziell angepasste Daumensattelgelenkorthese entlastet das Gelenk, stabilisiert und verhindert Fehlstellungen. Sie wird vor allem bei nächtlichen Beschwerden oder bei Belastungen im Alltag getragen.
Physio‑ und Ergotherapie: Gezielte Übungen, Mobilisation des Daumensattelgelenks und Kräftigung der Muskulatur verbessern Beweglichkeit und unterstützen den Zangen‑ und Pinzettengriff. Physiotherapie‑Experten vermitteln zudem ergonomische Techniken für Beruf und Alltag.
Medikamente & Injektionen: Bei akuten Schmerzen kommen nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) zum Einsatz. Injektionen mit Kortikosteroiden, Hyaluronsäure oder Eigenblut (PRP) können Entzündungen reduzieren und vorübergehend Linderung bringen.
Physikalische Verfahren: Wärme‑ und Kälteanwendungen, Stoßwellentherapie oder Laser‑ und Magnetfeldtherapien fördern die Durchblutung und den Stoffwechsel im Gelenk.
Kinesiotaping, Akupunktur & Naturheilverfahren: Ergänzend nutzen wir Verfahren aus der Komplementären Orthopädie wie Kinesiotaping, Akupunktur, Homöopathie oder Phytotherapie, um Schmerzen zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu unterstützen.
Operative Therapien – wenn konservativ nicht ausreicht
Reichen konservative Maßnahmen nicht mehr aus oder ist die Funktionsfähigkeit stark eingeschränkt, prüfen wir in unserer Handchirurgie operative Optionen. Moderne Verfahren ermöglichen es, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit wiederherzustellen:
Trapezektomie mit Sehnenaufhängung (Resektions‑Suspensionsarthroplastik): Der abgenutzte Handwurzelknochen (Os trapezium) wird entfernt und durch Sehnenmaterial stabilisiert. Dieses seit Jahrzehnten bewährte Verfahren erzielt gute Langzeitergebnisse.
Denervation: Durch eine minimalinvasive Durchtrennung kleiner Nervenfasern lässt sich der Schmerz reduzieren, ohne die Gelenkfunktion zu beeinträchtigen.
Endoprothese (Daumensattelgelenks‑Prothese/DSG‑TEP): Bei jüngeren, aktiven Patienten kann ein künstliches Gelenk eingesetzt werden. Dies ermöglicht eine rasche Wiederherstellung der Beweglichkeit, setzt aber eine intakte Bandführung voraus.
Arthrodese (Gelenkversteifung): Wird nur noch in Ausnahmefällen angewendet – etwa bei massiver Instabilität oder nach mehreren Voroperationen. Sie stabilisiert das Gelenk auf Kosten der Beweglichkeit, lindert jedoch die Schmerzen.
Unser Therapiekonzept im Kölner MediaPark
In der Orthopädie MediaPark Köln verfolgen wir ein stufenweises, individualisiertes Therapiekonzept. Wir schöpfen konservative Möglichkeiten aus und ziehen operative Eingriffe erst in Betracht, wenn es medizinisch sinnvoll ist. Dank moderner operativer Verfahren, digitaler Bildgebung und einer engen Zusammenarbeit mit Sporttraumatologie, Physiotherapie und Schmerztherapie bieten wir Ihnen eine ganzheitliche Versorgung. Nach einer Operation begleiten wir Sie mit maßgeschneiderten Rehabilitationsprogrammen und orthopädischen Hilfsmitteln, damit Sie möglichst schnell in Ihren Alltag zurückkehren können.







