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Über Meniskusriss

Ein Meniskusriss zählt zu den häufigsten Verletzungen des Kniegelenks. Er kann plötzlich bei einer Drehbewegung entstehen oder schleichend durch Verschleiß. Typisch sind stechende Schmerzen im Gelenkspalt, Bewegungseinschränkungen und in einigen Fällen ein blockiertes Knie. Welche Therapie sinnvoll ist, hängt von Rissform, Lokalisation und Lebensumständen ab.

Häufige Symptome

Stechender Schmerz im Gelenkspalt

Der Schmerz lokalisiert sich meist exakt auf der Innen- oder Außenseite des Knies, je nachdem welcher Meniskus betroffen ist. Bei degenerativen Rissen kann der Schmerz auch eher dumpf und belastungsabhängig sein.

Bewegungseinschränkung

Vor allem die endgradige Beugung, das Hocken und das tiefe Hinknien sind schmerzhaft eingeschränkt. Auch das Strecken kann sich blockiert anfühlen, wenn ein Meniskusfragment in den Gelenkspalt rutscht.

Gelenkblockade

Beim Korbhenkelriss verlagert sich ein größeres Meniskusfragment ins Gelenk und kann es plötzlich blockieren. Das Knie lässt sich dann nicht mehr vollständig strecken oder beugen – ein Notfall, der eine rasche Abklärung erfordert.

Schwellung und Gelenkerguss

Innerhalb von Stunden bis Tagen bildet sich häufig ein tastbarer Erguss. Bei traumatischen Rissen mit Begleitverletzungen tritt die Schwellung schneller und stärker auf.

Schmerz beim Drehen und Aufstehen

Drehbewegungen im Stand, das Aufstehen vom Stuhl, das Wenden beim Gehen oder das Ein- und Aussteigen aus dem Auto provozieren typischerweise den Meniskusschmerz.

Knacken oder Schnappen

Bei bestimmten Bewegungen kann es zu hörbaren oder spürbaren Geräuschen kommen, wenn der gerissene Meniskusanteil sich verkantet oder reibt. Das allein ist noch kein sicheres Zeichen, in Kombination mit Schmerzen aber ein deutlicher Hinweis.

Druckschmerz am Gelenkspalt

Bei der klinischen Untersuchung lässt sich auf Höhe des Gelenkspalts ein punktueller Druckschmerz auslösen. Dieser ist gemeinsam mit den Meniskuszeichen einer der wichtigsten klinischen Hinweise.

Ursachen & Risikofaktoren

Drehbewegung im belasteten Knie

Der klassische Mechanismus: Bei festgestelltem Fuß und gebeugtem Knie führt eine plötzliche Drehung des Oberkörpers zu einer Scherbewegung im Gelenk. Typisch beim Fußball, Skifahren, Tennis oder beim Aufstehen aus tiefer Hocke.

Degenerative Veränderungen

Mit zunehmendem Alter trocknet das Meniskusgewebe aus und verliert an Elastizität. Schon kleinere Bewegungen wie tiefes Hocken oder Aufstehen können bei vorgeschädigten Menisken zu einem Riss führen, ohne dass ein klares Trauma erkennbar ist.

Begleitverletzungen am Knie

Meniskusrisse treten häufig in Kombination mit Kreuzbandverletzungen auf. Bei einer akuten vorderen Kreuzbandruptur ist bevorzugt das Hinterhorn des Außenmeniskus betroffen.

Beinachsenfehlstellung

X- oder O-Beinstellungen verschieben die Druckverteilung im Knie. Der überlastete Meniskus auf der mehr belasteten Seite ist anfälliger für Risse, oft an typischer Stelle im Hinterhorn.

Berufliche und sportliche Dauerbelastung

Berufe mit häufigem Knien, Hocken oder Tragen schwerer Lasten (z. B. Fliesenleger, Bergleute, Pflegeberufe) sowie Sportarten mit Stop-and-go-Bewegungen erhöhen das Risiko deutlich.

Übergewicht und muskuläre Dysbalance

Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht steigert die Belastung auf den Meniskus mehrfach. Eine schwache Oberschenkel- und Rumpfmuskulatur kann das Knie nicht ausreichend führen und begünstigt Fehlbelastungen.

Therapien

Welche Therapie für Sie die richtige ist, hängt von mehreren Faktoren ab: Art der Verletzung, Rissform und Lage im Meniskus, Beinachse, Stabilität des Knies, eventuelle Begleitschäden am Knorpel sowie Alter und Aktivitätsniveau. Akute Rissformen mit Blockade oder Schnappphänomenen versorgen wir in der Regel operativ. Degenerative Risse ohne mechanische Beschwerden lassen sich häufig zunächst konservativ behandeln. Wir besprechen mit Ihnen in Ruhe Vor- und Nachteile jeder Option und entscheiden gemeinsam.

Bei degenerativen Meniskusschäden ohne Blockaden ist eine konservative Behandlung in vielen Fällen erfolgreich. Im Mittelpunkt steht die Reizminderung und die gezielte Wiederherstellung der muskulären Stabilität – mit einer begleitenden Physiotherapie über mehrere Wochen und einem anschließenden eigenständigen Übungsprogramm. Wenn die Beschwerden trotzdem bestehen bleiben, sprechen wir in Ruhe über die nächsten Schritte und ziehen, wenn nötig, eine Arthroskopie in Erwägung.

  • Schonung und Belastungssteuerung: In der akuten Phase entlasten wir das Knie kurzfristig, oft auch mit Unterarmgehstützen. Sportarten mit Stop-and-go-Bewegungen werden vorübergehend pausiert.
  • Physiotherapie und medizinische Trainingstherapie: Eine gezielte Kräftigung von Quadrizeps und hinterer Oberschenkelmuskulatur entlastet den Meniskus. Beweglichkeit, Koordination und Propriozeption werden Schritt für Schritt aufgebaut.
  • Schmerz- und Reizminderung: Kurzfristig setzen wir antientzündliche Maßnahmen ein. Bei stark gereiztem Gelenk können Injektionen mit Hyaluronsäure oder, je nach Befund, mit Eigenblutpräparaten (PRP/ACP) helfen, die Reizphase zu überbrücken.
  • Hilfsmittel und Beinachse: Maßgefertigte Einlagen, Bandagen oder Orthesen können die Belastungsverteilung im Knie verbessern. Bei deutlichen Achsfehlstellungen prüfen wir den Nutzen einer Korrektur, wenn der Meniskusschmerz Teil eines komplexeren Bildes ist.

Mechanische Symptome wie eine Gelenkblockade, ein Korbhenkelriss oder ein Meniskusriss bei jüngeren, sportlich aktiven Patientinnen und Patienten sind klassische Indikationen für eine arthroskopische Operation. Über zwei kleine Hautschnitte schauen wir mit Kamera und Instrumenten in das Knie und versorgen den Schaden minimal-invasiv.

  • Meniskusnaht: Liegt der Riss in einer gut durchbluteten Zone des Meniskus, ist das Knie stabil oder wird gleichzeitig ein Kreuzband versorgt, nähen wir den Meniskus. Besonders bei jüngeren, aktiven Patientinnen und Patienten ohne Verschleißzeichen ist das die bevorzugte Option, weil so möglichst viel funktionierendes Meniskusgewebe erhalten bleibt. Die Heilungsaussichten sind besonders gut, wenn die Versorgung zeitnah nach der Verletzung erfolgt.
  • Sparsame Meniskusteilresektion: Bei Rissen in der gefäßfreien inneren Zone, bei nicht reponierbaren Korbhenkelrissen, stark degenerativem Gewebe oder ausgeprägten Knorpelschäden mit Achsfehlstellung entfernen wir nur die instabilen Anteile und glätten die Rissränder. Wir behalten so viel druckverteilendes Gewebe wie möglich. Insbesondere am Außenmeniskus arbeiten wir besonders zurückhaltend, weil hier auch kleine Resektionen die Belastung der Gelenkfläche spürbar erhöhen können.
  • Behandlung von Begleitverletzungen: Knorpelschäden, Kreuzbandverletzungen oder freie Gelenkkörper versorgen wir im selben Eingriff. Das spart Ihnen eine zweite Operation und beschleunigt die Rehabilitation.
  • Nach der Operation: Eine Meniskusteilresektion erlaubt in der Regel eine zügige Vollbelastung mit Gehstützen über wenige Tage. Nach einer Meniskusnaht ist die Belastung über 4 bis 6 Wochen reduziert und die Beugung über mehrere Wochen begrenzt – dafür bleibt mehr Meniskus erhalten.

Die Entscheidung zwischen konservativer und operativer Behandlung treffen wir nie über den Kopf der Patientin oder des Patienten hinweg. Wir besprechen die Befunde, zeigen die MRT-Bilder, erklären Chancen und Grenzen jeder Option und planen mit Ihnen die nächsten Schritte – bis zur Rückkehr in Beruf, Alltag und Sport.

Die Nachbehandlung ist ein zentraler Baustein für den dauerhaften Erfolg. Sie richtet sich nach der gewählten Therapie und dem individuellen Verlauf. Wir betreuen Sie engmaschig und passen den Plan immer wieder an.

Nach konservativer Behandlung

In den ersten Wochen geht es darum, Reizung und Schwellung zu reduzieren. Parallel beginnen wir mit Beweglichkeits- und Stabilisationsübungen. Nach 4 bis 6 Wochen sind die meisten Alltagsaktivitäten schmerzfrei möglich, danach steigern wir Belastung und Sport behutsam.

Nach Meniskusteilresektion

Die Vollbelastung mit Stützen ist meist nach wenigen Tagen möglich. Krankengymnastik beginnt sofort, leichte Sportarten wie Radfahren auf dem Ergometer und Schwimmen sind nach 2 bis 3 Wochen erlaubt. Kontaktsportarten und Stop-and-go-Sportarten in der Regel nach 6 Wochen, wenn Kraft und Koordination zurückgekehrt sind.

Nach Meniskusnaht

Hier ist die Heilung anspruchsvoller. Über 4 bis 6 Wochen erfolgt eine Teilbelastung an Gehstützen, oft mit limitierter Beugung in einer Schiene. Volle Belastung steigern wir schrittweise nach etwa 6 Wochen, Joggen ist meist nach rund 3 Monaten möglich, Pivot-Sportarten wie Fußball, Handball oder Tennis frühestens nach 4 bis 6 Monaten. Diese Geduld lohnt sich, denn ein erhaltener Meniskus arbeitet auch in den kommenden Jahren weiter als Stoßdämpfer in Ihrem Knie.

Rückkehr zum Sport

Vor der Freigabe für Wettkampfsport prüfen wir Kraftverhältnisse, Sprungkraft, Beinachsen und Koordination. Eine instrumentelle Bewegungsanalyse hilft, Defizite zu erkennen und Rückfälle zu vermeiden.

Nicht jeder Meniskusriss ist vermeidbar, viele Risikofaktoren lassen sich aber gezielt beeinflussen. Schon kleine Veränderungen im Trainingsalltag senken das Verletzungsrisiko spürbar.

  • Beinmuskulatur stärken: Eine kräftige Oberschenkel- und Hüftmuskulatur stabilisiert das Knie und entlastet den Meniskus bei Drehbewegungen. Zwei bis drei kurze Krafttrainingseinheiten pro Woche reichen oft schon aus.
  • Koordination und Gleichgewicht trainieren: Übungen auf instabilem Untergrund (Wackelbrett, Balance Pad) verbessern die Tiefensensibilität. Das Knie reagiert dann schneller auf unerwartete Belastungen.
  • Aufwärmen und Technik: Sportarten mit abrupten Richtungswechseln (Fußball, Handball, Tennis, Skifahren) verzeihen kein kaltes Knie. Ein gezieltes Aufwärmprogramm und sauber ausgeführte Lande- und Drehtechniken senken das Risiko deutlich.
  • Körpergewicht und Belastung im Alltag: Übergewicht erhöht die Belastung im Kniegelenk dauerhaft. Eine moderate Gewichtsreduktion kann Beschwerden vorbeugen oder bestehende Reizungen lindern.
  • Schuhe und Untergrund: Gut passende Sportschuhe mit angemessener Dämpfung und geeignete Stollen oder Sohlen für den jeweiligen Untergrund schützen das Knie vor unkontrollierten Drehbewegungen.
  • Frühzeitig zum Facharzt: Wer wiederholt Knieschmerzen verspürt, Bewegungseinschränkungen oder Schwellungen bemerkt, sollte nicht warten. Eine frühzeitige Diagnose schützt vor Folgeschäden am Knorpel.

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Im Kniegelenk liegen zwischen Oberschenkelknochen (Femur) und Schienbein (Tibia) zwei halbmondförmige Faserknorpelscheiben: der Innenmeniskus (Meniscus medialis) und der Außenmeniskus (Meniscus lateralis). Sie wirken als Stoßdämpfer, vergrößern die Auflagefläche der Gelenkflächen, verteilen die Belastung gleichmäßig und tragen zur Stabilität des Knies bei. Außerdem unterstützen sie die Gelenkschmierung und schützen den Gelenkknorpel.

Der Innenmeniskus ist fester mit dem Innenband und der Gelenkkapsel verwachsen und damit weniger beweglich. Genau deshalb verletzt er sich häufiger als der bewegliche Außenmeniskus. Bei einer Drehbewegung im belasteten Knie kann der Meniskus gequetscht oder eingeklemmt werden und reißen.

Mediziner unterscheiden Meniskusrisse nach Rissform und Lokalisation. Häufige Typen sind der Längsriss, der Korbhenkelriss (eine besondere Form des Längsrisses mit verlagertem Fragment), der Radiärriss, der Horizontalriss und der Lappenriss. Ebenso wichtig ist die Unterscheidung in traumatische Risse (durch ein einzelnes Verletzungsereignis) und degenerative Risse (durch Verschleiß, oft bei Patientinnen und Patienten über 40 Jahre).

Nur das äußere Drittel der Menisken ist durchblutet (rote Zone). Risse in dieser Region haben die besten Chancen auf Heilung – auch mit einer Naht. Risse im inneren, gefäßfreien Anteil (weiße Zone) heilen kaum von selbst und werden je nach Beschwerdebild eher konservativ oder mit sparsamer Teilresektion versorgt.

Ein Meniskusriss kann sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Akute traumatische Risse beginnen oft mit einem stechenden Schmerz, während degenerative Risse häufig schleichend einsetzen. Folgende Beschwerden sind typisch.

  • Stechender Schmerz im Gelenkspalt: Der Schmerz lokalisiert sich meist exakt auf der Innen- oder Außenseite des Knies, je nachdem welcher Meniskus betroffen ist. Bei degenerativen Rissen kann der Schmerz auch eher dumpf und belastungsabhängig sein.
  • Bewegungseinschränkung: Vor allem die endgradige Beugung, das Hocken und das tiefe Hinknien sind schmerzhaft eingeschränkt. Auch das Strecken kann sich blockiert anfühlen, wenn ein Meniskusfragment in den Gelenkspalt rutscht.
  • Gelenkblockade: Beim Korbhenkelriss verlagert sich ein größeres Meniskusfragment ins Gelenk und kann es plötzlich blockieren. Das Knie lässt sich dann nicht mehr vollständig strecken oder beugen – ein Notfall, der eine rasche Abklärung erfordert.
  • Schwellung und Gelenkerguss: Innerhalb von Stunden bis Tagen bildet sich häufig ein tastbarer Erguss. Bei traumatischen Rissen mit Begleitverletzungen tritt die Schwellung schneller und stärker auf.
  • Schmerz beim Drehen und Aufstehen: Drehbewegungen im Stand, das Aufstehen vom Stuhl, das Wenden beim Gehen oder das Ein- und Aussteigen aus dem Auto provozieren typischerweise den Meniskusschmerz.
  • Knacken oder Schnappen: Bei bestimmten Bewegungen kann es zu hörbaren oder spürbaren Geräuschen kommen, wenn der gerissene Meniskusanteil sich verkantet oder reibt. Das allein ist noch kein sicheres Zeichen, in Kombination mit Schmerzen aber ein deutlicher Hinweis.
  • Druckschmerz am Gelenkspalt: Bei der klinischen Untersuchung lässt sich auf Höhe des Gelenkspalts ein punktueller Druckschmerz auslösen. Dieser ist gemeinsam mit den Meniskuszeichen einer der wichtigsten klinischen Hinweise.
  • Hinweis: Hält der Knieschmerz länger als wenige Tage an, blockiert das Knie oder gibt es einen Gelenkerguss, sollten Sie einen Termin in einer orthopädischen Praxis vereinbaren. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher lassen sich Folgeschäden am Knorpel vermeiden.

Ein Meniskusriss entsteht entweder akut durch ein klares Verletzungsereignis oder schleichend durch Überlastung und altersbedingten Verschleiß. Wer die typischen Auslöser kennt, kann viele Risikofaktoren gezielt beeinflussen.

  • Drehbewegung im belasteten Knie: Der klassische Mechanismus: Bei festgestelltem Fuß und gebeugtem Knie führt eine plötzliche Drehung des Oberkörpers zu einer Scherbewegung im Gelenk. Typisch beim Fußball, Skifahren, Tennis oder beim Aufstehen aus tiefer Hocke.
  • Degenerative Veränderungen: Mit zunehmendem Alter trocknet das Meniskusgewebe aus und verliert an Elastizität. Schon kleinere Bewegungen wie tiefes Hocken oder Aufstehen können bei vorgeschädigten Menisken zu einem Riss führen, ohne dass ein klares Trauma erkennbar ist.
  • Begleitverletzungen am Knie: Meniskusrisse treten häufig in Kombination mit Kreuzbandverletzungen auf. Bei einer akuten vorderen Kreuzbandruptur ist bevorzugt das Hinterhorn des Außenmeniskus betroffen. Bei chronischer Kreuzbandinstabilität verschiebt sich das Verletzungsmuster: Dann reißt häufiger der Innenmeniskus, der das instabile Knie zusätzlich stabilisieren muss. Auch Innenbandverletzungen, Patellaluxationen und Knorpelschäden erhöhen das Meniskusrisiko.
  • Beinachsenfehlstellung: X- oder O-Beinstellungen verschieben die Druckverteilung im Knie. Der überlastete Meniskus auf der mehr belasteten Seite ist anfälliger für Risse, oft an typischer Stelle im Hinterhorn.
  • Berufliche und sportliche Dauerbelastung: Berufe mit häufigem Knien, Hocken oder Tragen schwerer Lasten (z. B. Fliesenleger, Bergleute, Pflegeberufe) sowie Sportarten mit Stop-and-go-Bewegungen erhöhen das Risiko deutlich.
  • Übergewicht und muskuläre Dysbalance: Jedes zusätzliche Kilogramm Körpergewicht steigert die Belastung auf den Meniskus mehrfach. Eine schwache Oberschenkel- und Rumpfmuskulatur kann das Knie nicht ausreichend führen und begünstigt Fehlbelastungen.
  • Unsere Empfehlung: Viele dieser Faktoren lassen sich gezielt verändern. In der Orthopädie MediaPark Köln analysieren wir Beinachsen, Muskelbalance und Bewegungsmuster und entwickeln daraus einen individuellen Plan, der das Verletzungsrisiko spürbar senken kann.

Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage jeder Therapieentscheidung. Sie klärt nicht nur, ob der Meniskus gerissen ist, sondern auch wo, wie groß der Schaden ist und ob Begleitverletzungen vorliegen.

  • Anamnese und körperliche Untersuchung: Wir erfragen Unfallmechanismus, Schmerzentwicklung und Vorbelastungen. In der Untersuchung tasten wir den Gelenkspalt ab, prüfen Beweglichkeit, Erguss und Stabilität und führen klinische Meniskustests durch.
  • Klinische Meniskuszeichen: Mit gezielten Provokationstests wie dem Steinmann-Test, dem McMurray-Test, dem Apley-Grinding-Test und dem Payr-Zeichen prüfen wir, ob Bewegung und Druck im Gelenk typische Meniskusschmerzen auslösen. Ein einzelner Test ist nicht immer eindeutig, in Kombination mit der Anamnese und einem klaren Druckschmerz im Gelenkspalt erlauben sie aber eine sehr zuverlässige Einschätzung.
  • Magnetresonanztomographie (MRT): Das MRT ist der Goldstandard bei Verdacht auf eine Kniebinnenschädigung. Es zeigt Rissform und Lokalisation und macht gleichzeitig Begleitschäden an Knorpel, Bändern und Knochenmark sichtbar – ganz ohne Strahlenbelastung. Auf Basis der MRT-Bilder besprechen wir mit Ihnen die passenden Therapieoptionen.
  • Röntgen und Ultraschall: Röntgenaufnahmen schließen knöcherne Verletzungen aus und zeigen Beinachsen sowie Gelenkverschleiß. Der Ultraschall ergänzt die Untersuchung bei Schwellungen, Bakerzysten und zur dynamischen Beurteilung von Bändern.
  • Arthroskopie als therapeutisches Verfahren: Die Kniespiegelung wird heute nur noch selten rein diagnostisch eingesetzt. Wenn ein operativer Eingriff geplant ist, kann die Arthroskopie aber in einem Schritt Diagnostik und Therapie kombinieren.

Warum Orthopädie MediaPark Köln

Ihre Vorteile bei uns

Wir verbinden Fachwissen, moderne Diagnostik und schonende Operationsverfahren mit einer transparenten, partnerschaftlichen Beratung.

Ausgewiesene Kniekompetenz

Unsere Fachärztinnen und Fachärzte sind auf Kniechirurgie und Sporttraumatologie spezialisiert und behandeln das gesamte Spektrum von degenerativen Meniskusveränderungen bis zur komplexen Sportverletzung.

Präzise Diagnostik vor Ort

Digitales Röntgen, Ultraschall und die 3D-Bewegungsanalyse führen wir in unserer Praxis durch. Für ein MRT arbeiten wir mit der Radiologie im MediaPark im selben Haus zusammen. Zusammen ergibt das eine punktgenaue Beurteilung des Befunds.

Schonende Arthroskopie

In unserer Praxisklinik führen wir Meniskusoperationen routiniert minimal-invasiv durch. Ziel ist, so viel gesundes Meniskusgewebe wie möglich zu erhalten.

Konservativ und operativ aus einer Hand

Wir entscheiden nie vorschnell für eine Operation. Wenn eine konservative Therapie sinnvoll ist, begleiten wir Sie mit Physiotherapie, Injektionen und einem strukturierten Trainingsplan.

Strukturierte Rehabilitation und Return to Sport

Unsere Rehabilitationspläne sind individuell abgestimmt, mit klaren Zielen und Messpunkten. Sportlerinnen und Sportler begleiten wir bis zur Rückkehr in Wettkampfsituationen.

Zentrale Lage in Köln

Im Herzen von Köln und am Mediapark mit guter Anbindung an Auto und ÖPNV, kurze Wege zwischen Diagnostik, Therapie und Reha – alles unter einem Dach.

Häufige Fragen zum Bereich Knie

Antworten auf die meistgestellten Fragen unserer Patientinnen und Patienten.

  • Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich Knie, die länger als zwei bis drei Wochen bestehen oder mit Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder Funktionsverlust einhergehen, sollten orthopädisch abgeklärt werden. Auch nach Stürzen, Sportverletzungen oder Unfällen ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll, um Folgeschäden zu vermeiden.

  • Nein. Wir verfolgen den Grundsatz „konservativ vor operativ". Die Mehrheit der Beschwerden lässt sich mit Physiotherapie, manueller Therapie, Stoßwellen-Behandlung, Akupunktur oder gezielten Injektionen erfolgreich behandeln. Ein operativer Eingriff kommt nur dann in Frage, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind oder das Verletzungsmuster eine direkte chirurgische Versorgung erfordert.

  • Das hängt stark von der konkreten Diagnose ab. Generell gelten gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Walking und gezieltes Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung als unbedenklich. Im individuellen Beratungsgespräch erstellen wir einen Sport- und Belastungsplan, der zu Ihrem Befund und Ihren Lebensumständen passt.

  • Wir setzen je nach Beschwerdebild auf eine Kombination aus klinischer Untersuchung, hochauflösender Sonografie, digitalem Röntgen und MRT-Bildgebung. In der Orthopädie Mediapark Köln arbeiten wir interdisziplinär und mit modernster Gerätetechnik im MediaPark-Komplex, sodass die meisten Diagnostik-Schritte direkt am Standort möglich sind.

  • Über Doctolib können Sie Ihren Termin online direkt einbuchen, in der Regel innerhalb weniger Tage. Für akute Schmerzen oder nach Unfällen halten wir tägliche Sprechstunden-Slots für Akutfälle frei. Bitte rufen Sie uns in dem Fall direkt an, dann finden wir einen kurzfristigen Termin.

  • Sämtliche medizinisch notwendigen orthopädischen Behandlungen werden sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen übernommen. Bei Selbstzahler-Leistungen (z.B. spezielle Sportmedizin-Programme oder bestimmte konservative Therapien) klären wir die Kosten vor Behandlungsbeginn transparent mit Ihnen ab.

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