Das Schlüsselbein (Clavicula) verbindet das Brustbein mit dem Schulterblatt. Es ist der einzige knöcherne Verbindungspunkt zwischen Arm und Rumpf und überträgt Kräfte zwischen Arm und Brustkorb. Seine S-förmige Krümmung gibt ihm eine besondere mechanische Funktion – sie macht das Schlüsselbein aber auch verletzungsanfällig.
Bei einem Bruch des Schlüsselbeins reißt der Knochen meist im mittleren Drittel. Die typische Bruchform: eine Quer- oder Schrägfraktur mit Verschiebung der Bruchenden. Die starke Zugkraft des Schulterblattmuskels (M. trapezius) und der Schulter zieht oft die äußere Bruchhälfte nach unten, während die innere Hälfte oben bleibt.
Schlüsselbeinbrüche heilen in den meisten Fällen gut – konservativ mit Rucksackverband oder Armschlinge, oder operativ mit Platten- oder Marknagel-Stabilisierung. Welche Behandlung im Einzelfall richtig ist, hängt von Bruchform, Verschiebung, Begleitverletzungen und Patientenwunsch ab.
In der Sportmedizin und im Alltag ist der Schlüsselbeinbruch eine häufige Verletzung. Mit moderner Diagnostik und individueller Therapie heilen die meisten Brüche folgenlos aus – mit voller Wiederherstellung der Schulterfunktion.





