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Prothesenversorgung mit und ohne Robotik

Über Prothesenversorgung mit und ohne Robotik

Beim Gelenkersatz wird ein verschlissenes Gelenk durch ein künstliches ersetzt, eine sogenannte Endoprothese. Wir bieten diesen Eingriff in der bewährten Technik und robotergestützt an. Operiert wird in beiden Fällen von einer erfahrenen Operateurin oder einem erfahrenen Operateur. Welcher Weg zu Ihrer Situation passt, besprechen wir persönlich mit Ihnen.

Wann ein Gelenkersatz infrage kommt

Anhaltende Beschwerden

Schmerzen im Gelenk, die trotz konservativer Behandlung bleiben.

Fortgeschrittener Verschleiß

Die Bildgebung zeigt einen weit fortgeschrittenen Gelenkverschleiß, eine Arthrose.

Eingeschränkte Beweglichkeit

Das Gelenk lässt sich nicht mehr so bewegen, wie es der Alltag verlangt.

Konservativ ausgeschöpft

Physiotherapie, Muskelaufbau und Injektionen haben nicht mehr genug gebracht.

Nacht- und Ruheschmerz

Die Beschwerden treten auch ohne Belastung und im Liegen auf.

Eigener Wunsch nach Klarheit

Sie möchten wissen, wo Sie stehen und welche Möglichkeiten es gibt.

So läuft die Versorgung ab

Beratung und Untersuchung

Gespräch, körperliche Untersuchung und Sichtung vorhandener Aufnahmen.

Bildgebung und Planung

Aufnahmen des Gelenks, bei der robotergestützten Versorgung Grundlage des Modells.

Aufklärung und Vorbereitung

Vorerkrankungen, Medikamente und Risiken werden vor dem Eingriff geklärt.

Der Eingriff

Die Operation führt eine erfahrene Operateurin oder ein erfahrener Operateur durch, das System unterstützt dabei.

Nachbehandlung

Mobilisation und abgestimmter Belastungsaufbau, begleitet durch uns.

Mehr zum Thema

Der Ersatz eines verschlissenen Gelenks durch ein künstliches Gelenk, eine Endoprothese, gehört zu den etablierten Eingriffen der Orthopädie. Wir bieten ihn in zwei Varianten an: in der bewährten Technik und robotergestützt, also mit einem computergestützten System, das die Planung und die Umsetzung des Eingriffs unterstützt.

Beide Wege verfolgen dasselbe Ziel, nämlich ein Gelenk, das wieder belastbar ist und weniger Beschwerden verursacht. Sie unterscheiden sich darin, wie die Operation vorbereitet wird und wie die Lage der Prothese während des Eingriffs überprüft wird. Ein bestimmtes Ergebnis lässt sich mit keinem der beiden Verfahren zusichern.

Auf dieser Seite erklären wir, was robotergestützte Prothesenversorgung bedeutet, wie sie abläuft, wo ihre Grenzen liegen und woran wir gemeinsam mit Ihnen entscheiden, welcher Weg der passende ist.

Robotergestützt versorgen wir das Kniegelenk. Dafür stehen bei uns zwei Systeme zur Verfügung: das CORI Surgical System von Smith+Nephew und das VELYS Robotic-Assisted Solution von DePuy Synthes (Johnson & Johnson MedTech). Beide sind für den Ersatz des Kniegelenks ausgelegt. Das Knie ersetzen wir sowohl robotergestützt als auch in der bewährten Technik, je nachdem, was zu Ihrem Befund passt.

Hüfte, Schulter und oberes Sprunggelenk ersetzen wir in der bewährten Technik. Ein Hüftgelenk lässt sich auch robotergestützt ersetzen; bei uns erfolgt dieser Eingriff ohne Robotik. Für Schulter und Sprunggelenk gilt dasselbe.

Zu jedem dieser vier Gelenke gibt es eine eigene Seite mit dem Ablauf, den Voraussetzungen und den behandelnden Ärztinnen und Ärzten: Kniegelenkersatz, Hüftgelenkersatz, Schultergelenkersatz und Sprunggelenkersatz. Sie finden die vier Seiten am Ende dieser Seite verlinkt.

Der Begriff führt oft in die Irre. Ein robotergestütztes System operiert nicht selbstständig. Es ist ein Instrument in der Hand der Operateurin oder des Operateurs, vergleichbar mit einer sehr genauen Führung. Jeder Schritt während der Operation liegt bei der Ärztin oder dem Arzt.

Das System übernimmt zwei Aufgaben. Vor dem Eingriff unterstützt es die Planung: aus der Bildgebung Ihres Gelenks, also aus Röntgen- oder Schnittbildaufnahmen, entsteht ein dreidimensionales Modell. An diesem Modell lassen sich Größe, Position und Ausrichtung der Prothese im Voraus festlegen. Dabei werden auch Achsfehlstellungen berücksichtigt, also Abweichungen der Beinachse vom geraden Verlauf, die bei der Operation mit korrigiert werden. Während des Eingriffs gibt das System eine Rückmeldung darüber, ob die Umsetzung der Planung entspricht.

Daraus ergeben sich zwei Unterschiede zur bewährten Technik: die Knochenschnitte lassen sich präziser setzen, und vom verschlissenen Gelenk muss weniger entfernt werden. Was sich daraus für das Ergebnis über die Jahre ableiten lässt, steht weiter unten.

Die Indikationsstellung übernimmt das System nicht, also die Entscheidung, ob eine Operation überhaupt der richtige Weg ist. Es beurteilt weder Ihre Beschwerden noch Ihre Lebenssituation, und es ersetzt keine Erfahrung. Ob und wann operiert wird, klären wir in einem persönlichen Gespräch, nicht am Bildschirm.

Am Anfang steht die Bildgebung, also die Aufnahme des betroffenen Gelenks. Je nach Verfahren und Gelenk sind das Röntgenbilder oder Schnittbilder, etwa aus einer Computertomografie. Aus diesen Daten entsteht ein Modell Ihres Gelenks.

An diesem Modell wird die Prothese am Rechner eingesetzt, bevor im Operationssaal etwas geschieht. Festgelegt werden Größe, Position und Ausrichtung sowie die Lage der Knochenschnitte. Weil das vorab geschieht, lassen sich verschiedene Varianten durchspielen und miteinander vergleichen.

Im Operationssaal wird das Modell mit dem tatsächlichen Gelenk in Übereinstimmung gebracht, dieser Schritt heißt Registrierung. Erst danach beginnt der eigentliche Eingriff. Zeigt sich dabei, dass Anatomie oder Zustand der Weichteile von der Planung abweichen, wird die Planung angepasst. Auch das ist eine ärztliche Entscheidung.

Diesen Abschnitt halten wir bewusst nüchtern, denn rund um robotergestützte Verfahren wird vieles versprochen, was sich nicht belegen lässt.

Was die Technik leisten soll: eine Planung, die vor dem Eingriff feststeht und im Operationssaal überprüfbar bleibt, und eine Umsetzung, die dieser Planung möglichst genau folgt.

Was sich daraus nicht ableiten lässt: ein besseres Ergebnis über die Jahre. Ob es Patientinnen und Patienten nach einer robotergestützten Operation langfristig besser geht als nach der bewährten Technik, ist nicht abschließend geklärt. Wer Ihnen etwas anderes sagt, geht über den derzeitigen Kenntnisstand hinaus.

Ebenso wenig lässt sich sagen, eine der beiden Techniken sei die sicherere. Beide sind Operationen, beide bringen Risiken mit sich, und bei beiden hängt das Ergebnis stark davon ab, ob die Entscheidung zur Operation richtig war und wie konsequent die Nachbehandlung läuft.

Vor der Frage nach der Technik steht die Frage, ob ein Gelenkersatz überhaupt der richtige Schritt ist. In der Regel gehen wir diesen Weg erst, wenn die konservativen, also die nicht operativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind. Dazu zählen Physiotherapie, gezielter Muskelaufbau, Infiltrationen, also Injektionen an das Gelenk, und die weiteren Verfahren aus unserem Angebot.

Steht die Entscheidung für eine Operation, sprechen wir über die Technik. Dabei spielen mehrere Dinge eine Rolle: der Befund, also was Untersuchung und Bildgebung zeigen, Ihre Anatomie, denn nicht jede Ausgangslage eignet sich gleichermaßen, frühere Operationen und einliegendes Material, sowie Ihre eigenen Erwartungen an das Ergebnis.

Es gibt Situationen, in denen die bewährte Technik die naheliegende ist, und solche, in denen die vorab festgelegte Planung Vorteile in der Vorbereitung bietet. Weil die robotergestützte Versorgung bei uns dem Kniegelenk vorbehalten ist, stellt sich diese Frage beim Knie. Bei Hüfte, Schulter und Sprunggelenk sprechen wir stattdessen über Zugang, Prothesentyp und Zeitpunkt.

1. Beratung und Befund

Wir hören zu, untersuchen das Gelenk und sehen uns vorhandene Aufnahmen an. Am Ende dieses Termins wissen Sie, ob ein Gelenkersatz für Sie infrage kommt, welche Alternativen es gibt und was gegen einen Eingriff spricht.

2. Bildgebung und Planung

Ist die Entscheidung gefallen, folgt die Bildgebung, die für die Planung nötig ist. Bei der robotergestützten Versorgung entsteht daraus das Modell, an dem die Prothese vorab eingesetzt wird.

3. Vorbereitung auf den Eingriff

Vor der Operation klären wir Vorerkrankungen, Medikamente und persönliche Risiken. Sie erhalten das Aufklärungsgespräch, in dem wir Nutzen und Risiken des Eingriffs mit Ihnen durchgehen und Ihre Fragen beantworten.

4. Der Eingriff

Der Eingriff wird von einer erfahrenen Operateurin oder einem erfahrenen Operateur durchgeführt. Bei der robotergestützten Variante kommt die vorbereitete Planung zum Einsatz und wird während der Operation überprüft und, wenn nötig, angepasst.

5. Nachbehandlung

Nach dem Eingriff beginnt die Mobilisation, also der schrittweise Aufbau von Bewegung und Belastung. Wie schnell das geht, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Wir begleiten die Nachsorge und stimmen den Belastungsaufbau mit Ihnen und Ihrer Physiotherapie ab.

Ein künstliches Gelenk kann Beschwerden verringern und Beweglichkeit zurückgeben. Es ist aber kein gesundes natürliches Gelenk, und seine Haltbarkeit ist begrenzt.

Wie jede Operation ist auch der Gelenkersatz mit Risiken verbunden. Dazu gehören Infektionen, Thrombosen, also Blutgerinnsel in den Gefäßen, Nachblutungen, Bewegungseinschränkungen sowie eine Lockerung oder ein Verschleiß der Prothese im Verlauf. Diese Risiken bestehen bei der robotergestützten Versorgung ebenso wie bei der bewährten Technik.

Über diese Punkte klären wir Sie vor dem Eingriff persönlich und ausführlich auf. Was auf dieser Seite steht, ist allgemeine Information und ersetzt dieses Gespräch nicht. Eine Beurteilung Ihres Falls ist ohne Untersuchung nicht möglich.

Am Orthopädie MediaPark in Köln liegen Diagnostik, konservative Behandlung, Operation und Nachsorge in einer Hand. Das bedeutet für Sie, dass die Ärztin oder der Arzt, die Sie beraten, Ihren Verlauf auch danach weiter begleiten.

Wenn Sie wissen möchten, ob ein Gelenkersatz für Sie sinnvoll ist und welche Technik dabei infrage kommt, vereinbaren Sie einen Termin. Bringen Sie vorhandene Aufnahmen und Vorbefunde mit, das erspart Doppeluntersuchungen.

Warum Prothesenversorgung am Orthopädie MediaPark Köln

Beide Wege im Haus

Bewährte und robotergestützte Versorgung, damit die Technik zum Befund passt und nicht umgekehrt.

Aus einer Hand

Diagnostik, Beratung, Operation und Nachsorge laufen bei uns zusammen.

Konservativ zuerst

In der Regel schöpfen wir die nicht operativen Möglichkeiten aus, bevor wir zu einem Gelenkersatz raten.

Ehrliche Einordnung

Wir sagen Ihnen auch, was sich mit einer Technik nicht belegen lässt.

Erfahrene Operateure

Der Gelenkersatz gehört zu den Schwerpunkten unserer operativ tätigen Ärztinnen und Ärzte.

Vier Standorte in Köln

Beratung und Nachsorge finden wohnortnah in einer unserer Praxen statt.

Gelenkersatz

Prothesen nach Gelenk

Knie, Hüfte, Schulter und oberes Sprunggelenk. Auf jeder Seite finden Sie den Ablauf, die Voraussetzungen und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte.

Verwandte Behandlungen

Häufige Fragen zum Bereich Operative Therapie

Antworten auf die meistgestellten Fragen unserer Patientinnen und Patienten.

  • Anhaltende oder wiederkehrende Beschwerden im Bereich Operative Therapie, die länger als zwei bis drei Wochen bestehen oder mit Schwellungen, Bewegungseinschränkungen oder Funktionsverlust einhergehen, sollten orthopädisch abgeklärt werden. Auch nach Stürzen, Sportverletzungen oder Unfällen ist eine zeitnahe Untersuchung sinnvoll, um Folgeschäden zu vermeiden.

  • Nein. Wir verfolgen den Grundsatz „konservativ vor operativ". Die Mehrheit der Beschwerden lässt sich mit Physiotherapie, manueller Therapie, Stoßwellen-Behandlung, Akupunktur oder gezielten Injektionen erfolgreich behandeln. Ein operativer Eingriff kommt nur dann in Frage, wenn konservative Maßnahmen ausgeschöpft sind oder das Verletzungsmuster eine direkte chirurgische Versorgung erfordert.

  • Das hängt stark von der konkreten Diagnose ab. Generell gelten gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Radfahren, Walking und gezieltes Krafttraining unter physiotherapeutischer Anleitung als unbedenklich. Im individuellen Beratungsgespräch erstellen wir einen Sport- und Belastungsplan, der zu Ihrem Befund und Ihren Lebensumständen passt.

  • Wir setzen je nach Beschwerdebild auf eine Kombination aus klinischer Untersuchung, hochauflösender Sonografie, digitalem Röntgen und MRT-Bildgebung. In der Orthopädie Mediapark Köln arbeiten wir interdisziplinär und mit modernster Gerätetechnik im MediaPark-Komplex, sodass die meisten Diagnostik-Schritte direkt am Standort möglich sind.

  • Über Doctolib können Sie Ihren Termin online direkt einbuchen, in der Regel innerhalb weniger Tage. Für akute Schmerzen oder nach Unfällen halten wir tägliche Sprechstunden-Slots für Akutfälle frei. Bitte rufen Sie uns in dem Fall direkt an, dann finden wir einen kurzfristigen Termin.

  • Sämtliche medizinisch notwendigen orthopädischen Behandlungen werden sowohl von gesetzlichen als auch privaten Krankenversicherungen übernommen. Bei Selbstzahler-Leistungen (z.B. spezielle Sportmedizin-Programme oder bestimmte konservative Therapien) klären wir die Kosten vor Behandlungsbeginn transparent mit Ihnen ab.

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