Frakturen / Luxationen

Frakturen / Luxationen

Bei einer Luxation des Ellenbogens ist das Ellenbogengelenk vollständig ausgekugelt oder verrenkt. Die Gelenkflächen sind dabei stark verschoben, so dass sie sich nicht mehr gegeneinander bewegen lassen. Ellenbogenluxationen treten vor allem bei Kindern ab 10 Jahren auf. Bei ihnen ist das die häufigste Gelenkverrenkung. Bei Erwachsenen ist die Ellenbogenluxation die zweithäufigste Gelenkverrenkung nach der Schultergelenkluxation.

Die Luxation ist mit starken Schmerzen und einer starken Schwellung verbunden. Durch die Fehlstellung ist die Bewegung des Ellenbogens stark eingeschränkt. Der Unterarm ist in der Regel nach innen gedreht (proniert). Sind Nerven, Knochen oder Blutgefäße mitgeschädigt, können auch Gefühlsbeeinträchtigungen in der Hand und zu Durchblutungsstörungen auftreten.
Ellenbogenluxationen sind meist die Folge von Stürzen oder Gewalteinwirkung auf den gestreckten oder überstreckten Ellenbogen.

Eine Ellenbogenluxation lässt sich meist schon andhand der Symptome eindeutig diagnostizieren. Bei der klinischen Untersuchung begutachten wir vor allem den Grad der Fehlstellung und die Funktionsbehinderung. Außerdem prüfen wir den neurologischen Status und den Gefäßstatus des betroffenen Arms. Ein Röntgenbild gibt dann genaueren Aufschluss. Bei komplexeren Verletzungen oder wenn noch Unklarheiten bestehen, setzen wir auch CT , Ultraschall und MRT ein.

Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Verletzung. Wenn keine Begleitverletzungen der Seitenbänder, Nerven und Knochen vorliegen, muss das Ellenbogengelenk schnellstmöglich wieder eingerenkt werden. Das erfolgt in der Regel unter Narkose. Anschließen überprüfen wir die Stabilität des Gelenks. Wenn es stabil ist, wird es für 2 bis 3 Wochen ruhiggestellt. Um die Beweglichkeit des wiederherzustellen, verordnen wir Physiotherapie über einen Zeitraum von 6 Wochen. 

Bei einer offenen Luxation oder bei Begleitverletzungen vorhanden ist eine Operation die beste Lösung. Dabei vernähen wir die Verletzungen der Weichteilstrukturen und stabilisieren Knochenverletzungen mit Drähten und Schrauben.

1. Vorstellung in unserer Sprechstunde:

  • Patientengespräch
  • Körperliche Untersuchung
  • MRT
  • ggf. Anfertigung von Röntgenbildern
  • Diagnosestellung
  • Vereinbarung eines OP-Termins
  • Ab- bzw. Umsetzen von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Aspirin, Plavix, Marcumar)

2. Präoperative Vorbereitung:

  • Chirurgisches Aufklärungsgespräch
  • Anästhesieaufklärung
  • Blutabnahme

3. Nachbehandlung (behandlungsabhängig):

  • Die Entlassung erfolgt bei ambulanten Eingriffen nach der Operation, bei stationären Eingriffen in der Regel nach 2 Nächten
  • Entfernung der Wunddrainage am Tag nach der OP
  • Physiotherapie am OP-Tag
  • Die weitere postoperative Behandlung wird individuell auf die die persönliche Situation der Patientin/des Patienten (Sport, Aktivitätsniveau, Risikofaktoren, berufliche Exposition) abgestimmt. Nach der Ruhigstellung, wird in der Regel Physiotherapie über einen Zeitraum von 6 Wochen verordnet, um die Beweglichkeit wiederherzustellen.
  • Regelmäßige Wundkontrollen
  • Schmerzmedikation

 

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Häufig gestellte Fragen

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