Muskelfaserriss

Bei einem Muskelfaserriss kommt es nach einer stärkeren Belastung zum Zerreißen von Muskelgewebe. Im Gegensatz zur Muskelzerrung ist hier eine Veränderung des Muskels mit Zerstörung von Muskelzellen und Einblutung zu erkennen.

In den meisten Fällen schießt ein plötzlicher, stechender Schmerz durch den betroffenen Muskel. Häufig entsteht ein Bluterguss, begleitet von einem schmerzhaften Verlust der Muskelkraft. Daraus resultiert meist eine Schonhaltung.
Der Muskelfaserriss ist eine typische Sportverletzung und tritt vermehrt bei Sportarten wie Fußball, Handball, Hockey und Tennis auf. Am häufigsten betroffen ist die Waden- und Oberschenkelmuskulatur.

Bei der Klinischen Untersuchung tasten wir den verletzten Muskel auf Schmerzen, Spannungen und mögliche Dellen ab. Die endgültige Bestätigung, ob ein Muskelfaserriss vorliegt, erfolgt in der Regel durch eine Ultraschalluntersuchung. Zusätzlich kann eine Magnetresonanztomographie (MRT) zur erweiterten Diagnostik eingesetzt werden.

Die Erstbehandlung erfolgt nach der sogenannten PECH-Regel:

  • P = Pause, der betroffene Muskel soll geschont werden
  • E = Eis, Kühlen des Muskels, allerdings kein Eis direkt auf die Haut legen
  • C = Compression, Anlegen eines elastischen Druckverbandes
  • H = Hochlagern

Auf diese Weise versuchen wir, Schmerzen zu lindern und Schwellungen zu vermeiden. Der weitere Heilungsverlauf des Muskelfaserrisses hängt von der Schwere der Verletzung ab.

Die wichtigsten Maßnahmen für eine zügige Genesung sind die Schonung des Muskels und eine ergänzende medikamentöse Therapie (z.B. mit Enzymen, Mineralstoffen und Spurenelementen). Ergänzen kann eine lokale Infiltrationstherapie mit Heilpflanzenextrakten (Traumeel) und physiologischen Aminosäuremischungen (Actovegin) durchgeführt werden. Danach sind physikalische Therapie und Krankengymnastik sinnvoll. Sie fördern die Regenerationsfähigkeit und sorgen dafür, dass die Kraft des betroffenen Muskels erhalten bleibt. Eine zu frühe starke Belastung des Muskels sollte vermieden werden, weil dadurch der Heilungsprozess hinausgezögert werden kann bzw. Folgeverletzungen auftreten können.

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