Fußballerleiste

Die sogenannte Fußballerleiste wird häufig auch als Gracilis- oder Adduktorensyndrom bezeichnet. Die Schmerzen in der Leistenregion zählen zu den häufigsten Beschwerden bei Fußballspielern.

Die Beschwerden können sehr diffus sein, zu den wichtigsten Symptomen zählen: Schmerzen beim Berühren des seitlichen Schambeins und nach Belastung der Beckenvorderseite, oft mit Ausstrahlung in den inneren Oberschenkel.

Ursachen für ein Adduktorensyndrom sind meist chronische Überlastungszustände, also Erkrankungen des Hüftgelenks, die in die Leistenregion ausstrahlen, knöcherne Ursachen wie Stressfrakturen, Überlastungen oder Entzündungen am Schambeinknochen sowie Probleme der umgebenden Weichteile und der Muskelansätze. Die Nachbarschaft mehrerer komplexer anatomischer Strukturen wie Hüftgelenk, Leistenkanal und Bauchwand begünstigt das Entstehen von Leistenbeschwerden.

Grundlagen der Diagnostik bilden eine ausführliche Anamnese und eine gründliche körperliche Untersuchung. Besonders eignet sich die Magnetresonanztomografie (MRT) zur Diagnostik, denn damit lassen sich Weichteilstrukturen unter statischen und dynamischen Verhältnissen sicher beurteilen. Zur Abklärung von knöchernen Verletzungen, etwa einem Ermüdungsbruch, ist auch eine Röntgenuntersuchung sinnvoll.

Je früher eine Therapie beginnt, desto besser sind die Aussichten. Die Behandlung beginnt mit Schonung und Sportpause, damit die beteiligten Gewebe-, Muskel- und Bandstrukturen zur Ruhe kommen und heilen können. Unterstützend setzen wir schmerzstillende und entzündungshemmende Mittel ein und empfehlen physikalische Therapie wie T.E.N.S., Massagen und Krankengymnastik.

Zeigen diese Maßnahmen keine ausreichende Wirkung oder dauern die Beschwerden länger als 3 bis 6 Monate an, sind weiterführende multimodale Behandlungskonzepte gefragt.

Zeigen konservativen Therapiemaßnahmen überhaupt keine Wirkung, kann nur eine Operation helfen. Bei der chronischen Fußballerleiste ist meist eine Tenotomie (Sehnendurchtrennung) mit Denervierung der betroffenen Muskelursprünge die Methode der Wahl.

1. Vorstellung in unserer Sprechstunde:

·         Patientengespräch

·         Körperliche Untersuchung

·         Ggf. MRT

  • Ggf. Anfertigung von Röntgenbildern

·         Diagnosestellung

·         Vereinbarung eines OP-Termins

·         Ab- bzw. Umsetzen von blutverdünnenden Medikamenten (z. B. Aspirin, Plavix, Marcumar)

2. Präoperative Vorbereitung:

·         Chirurgisches Aufklärungsgespräch

·         Anästhesieaufklärung

·         Blutabnahme

3. Nachbehandlung (behandlungsabhängig):

·         Die Entlassung erfolgt bei ambulanten Eingriffen nach der Operation, bei stationären Eingriffen in der Regel nach 2 Nächten

·         Entfernung der Wunddrainage am Tag nach der OP

·         Ggf. Physiotherapie am OP-Tag

·         Die weitere postoperative Behandlung wird individuell auf die die persönliche Situation der Patientin/des Patienten (Sport, Aktivitätsniveau, Risikofaktoren, berufliche Exposition) abgestimmt.

·         Regelmäßige Wundkontrollen

·         Ggf. Schmerzmedikation

Wie geht es nach der Operation weiter?

Das Bein darf direkt nach der Operation belastet werden. Rotation und Abspreizbewegungen (Abduktion) sollten für etwa 4 Tage vermieden werden. Danach folgen aktives Dehnen, Muskelaufbau und Koordinationsübungen.

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Häufig gestellte Fragen

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